Umsatzvolumen von 300 bis 500 Millionen Mark erwartet
Online-Werber fordern ein größeres Stück vom Etat-Kuchen

Am Montag eröffnet die „online marketing“-Messe in Düsseldorf. 62 Aussteller zeigen das Spektrum virtueller Werbemöglichkeiten.

DÜSSELDORF. In Düsseldorf öffnet am Montag die Fachmesse "online-marketing", die sich an Akteure der Online-Werbewirtschaft richtet. Die 62 Aussteller der Messe für Werbung und Marketing im Internet zeigen das gesamte Spektrum virtueller Werbemöglichkeiten, teilte der Veranstalter, die Igedo-Company, mit. Dabei diene die Messe in erster Linie als Plattform für Anbahnung von Geschäften und den Verkauf von Marketingdienstleistungen. Nach einer Studie des Marktforschungsinsituts Forrester soll das Umsatzvolumen der Branche in diesem Jahr 300 Mill. DM umfassen. Damit liegt die Prognose deutlich hinter den Erwartungen der deutschen Werbewirtschaft und der deutschen Verlegerverbände. Bisher gingen die Experten von einem Werbeumsatzvolumen von rund 500 Mill. DM aus.



Dennoch werden der Online-Werbwirtschaft steigende Umsätze und ein ideales Werbemedium prognostiziert. Die "online-maketing" ist nach eigenen Angaben die erste reine Fachmesse für Marketing und Werbung im Internet. Der Online-Werbemarkt wachse im Vergleich mit anderen Medien rasant. Diese Dynamik mache den Markt aber auch unübersichtlich, so die Igedo. Den meisten Entscheidungsträgern in Marketing und Werbung fehlten sowohl ausreichende Basisinformationen als auch die nötige Markttransparenz. Zudem seien die Vertriebswege nur im Ansatz entwickelt.



Fachmesse für Budgetverantwortliche



Die Messe richte sich an Marketing- und Budgetverantwortliche aus der Konsum- und Investitionsgüterindustrie, sowie aus Handel und Dienstleistung. Die online marketing sei keine Technologie- oder Kreativmesse. Sie verstehe sich vielmehr als eine Business to Business Messe, deren Ziel die Anbahnung und der Verkauf von Media- und Marketingdienstleistungen im Internet sei. Die Aussteller hätten die Chance zur Präsentation und Information über bestehende und künftige inhaltliche Werbekonzepte, verspricht die Messe.



Die Forrester-Studie kommt zu dem Schluss das der deutsche Online-Werbemarkt mit Umsatzschätzungen von bis zu 600 Mill. DM überbewertet werde. Die Gründe liegen für Forrester darin, dass viele Unternehmen europäische Online-Werbekampagnen zum Einsatz bringen wollten. Doch da sowohl Online-Werbung als auch Offline-Werbung noch immer stark auf lokale Märkte zugeschnitten sein müssten, sei die Schaltung europäischer Werbung im Internet problematisch, so das Institut. Einen weiteren Grund für die Überbewertung des deutschen Marktes sieht William Reeve, Director für europäische Datenprodukte bei Forrester, darin, dass die Prognosen von einigen großen Marktteilnehmern selbst und nicht von unabhängigen Institutionen erstellt wurden.



Unterschiedliche Prognosen



Studien und Prognosen kommen in der Tat zu oft überraschenden Ergebnissen. In einer Befragung des Marktforschungsinstitutes Infratest Burke unter Online-Nutzern in fünf europäischen Ländern nannten 61 Prozent die Suche nach Produkt- und Firmeninformationen als Hauptmotiv der Internet-Nutzung. Eine Studie des Prognos-Institutes im Auftrag der Mediagruppe München wagt in schnelllebigen Internet-Zeiten den Blick in die ferne Zukunft. Die klassischen Medien werden im Jahr 2010 rund 73 Mrd. Mark mit Werbung umsetzen, so die Studie. Die Online Werbung werde mit einer Steigerungsrate von 15% wachsen und in zehn Jahren 5 Mrd. DM pro Jahr umsetzen. Dass das Internet ein ideales Werbemedium ist, scheint einer Studie der Hamburger "icon-webmax.com" zu bestätigen. Fast die Hälfte der Internet-Nutzer in Spanien, Frankreich, Großbritannien, Schweden und Deutschland würden Werbebanner nicht als Werbung wahrnehmen, sondern vor allem als Hilfe zum Finden von Informationen.

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