Umstellung sorgt für hohe Umsätze
MSCI passt Indizes an

Allen sorgenvollen Minen zum Trotz hat der weltgrößte Indexanbieter am Freitagabend den ersten Schritt seiner Indexreform ohne größere Störungen vollzogen.

HB FRANKFURT/M. Zu extremen Kursbewegungen kam es am Freitag aber nicht, schließlich hatte MSCI seine Pläne frühzeitig bekannt gegeben. Die meisten Marktteilnehmer konnten ihre Umschichtungen über einen längeren Zeitraum verteilen. "Die noch ausstehenden Fonds-Anpassungen am Freitag sind überschätzt worden", sagte Toby Bayliss, Indexanalyst von Schroder Salomon Smith Barney.

Viele Hedge Funds, die auf größere Kursbewegungen spekuliert hatten, hätten ihre Positionen bereinigt, als sie ihren Irrtum bemerkt haben, fügte Nizam Hamid von der Deutschen Bank in London hinzu. Das habe die Umsätze zusätzlich getrieben und viele Kurse hätten sich völlig anders entwickelt als erwartet: Tokio habe beispielsweise im Plus geschlossen, obwohl Japans Gewichtung in den MSCI-Indizes zurückgeht. Wegen ihres hohen Festbesitzanteils galten auch France Telecom als Verlierer, die Aktien aber stiegen. In den USA habe die MSCI-Reform lediglich zu hohen Handelsvolumina geführt.

Auch der Euro hatte in den vergangenen beiden Monaten unter den Indexanpassungen gelitten. Allein im November seien 7,1 Mrd. Dollar aus der Euro-Zone abgeflossen, sagte Steven Saywell von der Citibank. Nun dürften Investoren wieder Euro-Positionen aufbauen, glaubt der Devisenstratege.

Ab jetzt berücksichtigt MSCI bei der Index-Berechnung nicht mehr die gesamte Marktkapitalisierung, sondern den Streubesitz der Aktien - allerdings nur zur Hälfte, die vollständige Umstellung erfolgt am 31. Mai 2002. Schätzungen zufolge sollen drei Bill. Dollar an die Indizes von MSCI gekoppelt sein.

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