Umstrittene Begnadigung des flüchtigen Milliardärs Marc Rich
Kongressausschuss lädt drei Clinton-Berater vor

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat drei der engsten Mitarbeiter des ehemaligen Präsidenten Bill Clinton vorgeladen, um sie über die umstrittene Begnadigung des flüchtigen Milliardärs Marc Rich zu befragen.

ap WASHINGTON. Der ehemalige Stabschef John Podesta, die Anwältin Beth Nolan und Berater Bruce Lindsey seien unter Strafandrohung zum 1. März einbestellt worden, nachdem sie in der vergangenen Woche nicht freiwillig erschienen seien, sagte ein Sprecher des Ausschusses für Verwaltungsreform, DM Corello, am Donnerstag in Washington. Clinton und Rich wurden aufgefordert, ihre Anwälte und Mitarbeiter von jeglicher Schweigepflicht zu entbinden.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet, ob die Begnadigung Richs unmittelbar vor dem Ende von Clintons Amtszeit erkauft worden sei. Clinton verneinte jegliches Fehlverhalten. Er hatte am 20. Januar praktisch in letzter Minute seiner Amtszeit insgesamt 141 Personen begnadigt. Aus Parteikreisen der Demokraten verlautetet am vergangenen Freitag, die Exfrau des Milliardärs, Denise Rich, habe an Clintons Bibliotheksstiftung schätzungsweise 450 000 $ (rund 954 000 Mark/488 000 Euro) gespendet. Die Spende sei aber lange vor der Begnadigung erfolgt, hieß es weiter. Nach Darstellung von Clinton-Gegnern soll Denise Rich außerdem der Demokratischen Partei über 1,1 Mill. Dollar und Clintons Frau Hillary für ihren Senatswahlkampf mindestens 109 000 $ gespendet haben.

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