Umstrittene Reform
EU-Agrarrat versucht erneut Einigung

Die EU-Agrarminister wollen heute erneut in Luxemburg versuchen, sich auf eine weit reichende Reform der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik zu einigen. Die erste Runde der Beratungen war am vergangenen Donnerstag vor allem auf Druck Frankreichs unterbrochen worden. Die Positionen der EU-Staaten lagen noch sehr auseinander.

dpa LUXEMBURG Die französische Regierung strebt eine Einigung an, die weit hinter den radikalen Vorschlägen von EU-Agrarkommissar Franz Fischler bleibt. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte angekündigt, Frankreich in seiner Position zu unterstützen. EU-Diplomaten gingen am Montag in Brüssel davon aus, dass die griechische EU-Ratspräsidentschaft mit der Kommission an einem neuen Kompromissvorschlag arbeitete. Der soll den Delegationen vor Beginn der Verhandlungen in Luxemburg unterbreitet werden

.

Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast hatte beim Treffen in der vergangenen Woche gesagt, es gebe gute Chancen auf eine Einigung bis kommenden Freitag. Agrarkommissar Fischler will einen Systemwechsel. Derzeit sind die Prämien im Getreideanbau und in der Tierzucht an die Menge gekoppelt: je mehr die Bauern produzieren, desto mehr Prämien bekommen sie. Diesen Anreiz zur Überproduktion will er abschaffen. Die Bauern sollen monatlich einen fixen Betrag bekommen, der ihre Existenz sichert. Diese so genannte Entkopplung ist unter den EU-Staaten heftig umstritten.

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