Umstrittener Brauch
51 junge Südafrikaner krankenhausreif nach „Initiationsriten“

Mit Entsetzen hat Südafrikas Öffentlichkeit auf die Misshandlung von Jungen reagiert, die in so genannten Initiationsschulen auf ihr Erwachsenendasein vorbereitet werden sollten.

dpa JOHANNESBURG. Die meisten waren vor ihren "Lehrern" aus den abgelegenen Schulen geflohen und mit starken Unterkühlungen und Verletzungen in den Bergen gefunden worden. "Sie leiden an Lungenentzündung, Bronchitis oder Austrocknung, haben Infektionen an den Genitalien und wurden schwer geschlagen", sagte Polizeisprecherin Anneline Prinsloo in Johannesburg.

Am Dienstag waren fünf Jungen aus Initiationsschulen tot aufgefunden worden. Mitschüler hatten berichtet, dass sie geschlagen wurden und die Nacht bei minus zehn Grad ohne Kleidung im Freien verbringen mussten. Daraufhin wurden vier "Lehrer" festgenommen und zumindesten eine Initiationsschule geschlossen.

Unter der schwarzen südafrikanischen Bevölkerung sind die mehrwöchigen Initiationsriten ein umstrittener Brauch, dem sich viele 14- bis 18-Jährige unterziehen müssen. Durch unhygienische Beschneidungen und Misshandlung kommt es dabei öfter zu Todesfällen.

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