Umstrukturierung
Euromicron will sich von Beteiligungen trennen

Die am Neuen Markt gelistete euromicron will die Konzentration auf ihr Kerngeschäft Lichtwellenleiter-Technologie und Datennetze 2002 zügig vorantreiben.

Reuters FRANKFURT. Bis Jahresende solle sich die Zahl der Firmen in den Bereichen Energiemanagement und Beteiligungen auf etwa zwei oder drei von zehn reduzieren, sagte Vorstandschef Willibald Späth.

Die Vertragsverhandlungen für drei Firmen seien weit fortgeschritten. Noch bis zur Hauptversammlung Anfang Juni könnten sie verkauft sein. Zugleich solle das Kerngeschäftsfeld mit weiteren Zukäufen gestärkt werden.

Ins neue Jahr sei Euromicron gut gestartet, sagte Späth. Eine Prognose für 2002 sei wegen des geplanten Kaufs und Verkaufs von Firmen derzeit aber nicht möglich. "Auf Basis der Beteiligungsstruktur vom November rechnen wir mit einem Umsatz von rund 204 Mill. Euro", sagte Späth. "Klare Zielsetzung ist, die Ertragsstärke zu erhalten."

Für 2001 hatte Euromicron einen Umsatz von 184,6 (Vorjahr: 168,7) Mill. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 16 (7,5) Mill. Euro bekannt gegeben. Die Aktionäre sollen eine höhere Dividende als die bislang angekündigte Ausschüttung von bis zu 30 Cent je Aktie erhalten, kündigte Späth an.

Durch die Umstrukturierung solle bei Euromicron kein Umsatz verloren gehen, sagte der Firmenchef. Der Einnahmeverlust durch einen Verkauf solle durch den Zukauf eines anderen Unternehmens kompensiert werden. Jedoch stehe der Verkauf an erster Stelle, um über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen. "Wir werden kein Unternehmen zu einem Schleuderpreis verkaufen", sagte Späth. Zukäufe seien vorrangig in Süddeutschlands geplant. "Erste Gehversuche in Richtung Internationalisierung haben wir auch unternommen." In Österreich werde Euromicron wohl in eine Firmenprüfung eintreten. Erste Kontakte in die Schweiz und Italien seien geknüpft. Ab 2003 wolle Euromicron auch außerhalb Europas expandieren.

Produkt-Vorstand Edgar Bernardi sieht großes Umsatzpotenzial in Glasfasernetzen für Multimediaanwendungen, etwa bei Fernsehen, Internet und Telefon. "Wenn das kommt, werden wir Komponenten liefern und installieren", sagte er. Euromicron schaffe den Kabelzugang zum Endverbraucher. 22 Mill. Haushalte in Deutschland verfügten über Breitbandkabel, die für entsprechende Anwendungen mit Glasfaser aufgerüstet werden müssten. Das Investitionsvolumen dafür bezifferte Bernardi auf bis zu 1,5 Mrd. Euro. Der mögliche Geschäftsanteil für Euromicron sei allerdings schwer zu beziffern.

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