Umstrukturierung soll weitere Stellen kosten
Bankgesellschaft soll in drei Teilbanken aufgeteilt werden

Die in finanziellen Problemen steckende Bankgesellschaft Berlin soll nach den Worten von Vorstandschef Wolfgang Rupf durch die Aufteilung in drei Teilbanken und den Verkauf von Geschäftsteilen gesunden.

Reuters BERLIN. Rupf sagte dem "Wall Street Journal" (Montagsausgabe), die Bankgesellschaft werde nicht länger als eine einheitliche Großbank dastehen, sondern mit drei separaten Banken für die Kernbereiche unter einem Holding-Dach. Die Bank soll sich dabei nach Rupfs Worten stärker auf das Geschäft mit privaten Kunden konzentrieren. Er werde aber auch empfehlen, Teile des "Wholesale"-Geschäfts (Kapitalmarkt- und Großkunden) und des kommerziellen Immobiliengeschäfts abzugeben.

Der endgültige Plan Rupfs zum Aufbrechen der Bank in drei Teilbanken - für das Geschäft mit Kapitalmarkt- und Großkunden, mit Privat- und kleinen Firmenkunden sowie mit gewerblichen Immobilien - mit eigenen Vorständen soll der Zeitung zufolge im Aufsichtsrat am kommenden Sonntag vorgestellt werden. Für die Probleme der Bank, machte Rupf im "Wall Street Journal" interne wie externe Gründe, wie etwa Interventionen von Seiten der Politik, verantwortlich. Wegen umstrittenen Engagements im Kredit- und speziell dem Immobiliengeschäft hat die Bank einen Finanzbedarf von derzeit über vier Milliarden Mark. "Meine eigene Möglichkeit, über Probleme etwas zu erfahren, war begrenzt", sagte Rupf der Zeitung mit Blick auf das Kreditgeschäft.

Rupf forderte vom neuen rot-grünen Übergangssenat in Berlin, er müsse noch vor den Neuwahlen in Berlin, für die es bislang keinen Termin gibt, über die Zukunft der Bank entscheiden. Das Land Berlin ist mit 56,6 Prozent Mehrheitsaktionär des Instituts, weitere Großaktionäre sind die NordLB und die Parion-Versicherungsgruppe. Der Umstrukturierungsplan der Bank wird nach Angaben aus Kreisen des Aufsichtsrates vermutlich auch weitere Stellen bei der Bank kosten.

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