Umstrukturierung
Worldcom will 5 000 Stellen streichen

Die insolvente US-Telefongesellschaft Worldcom will rund 5 000 Stellen streichen und die jährlichen Kosten um rund 2,5 Milliarden Dollar senken.

Reuters CLINTON. Von dem Personalabbau seien vor allem Stellen in der Verwaltung betroffen, teilte das in Clinton im US-Bundesstaat Mississippi ansässige Unternehmen am Montag mit. Ausgenommen seien die Bereiche Vertrieb und Technik.

Die Kosten für Telefonverbindungen sollten um 12,5 Prozent gesenkt werden, und die Ausgaben für den Vertrieb sowie generelle und Verwaltungsausgaben um 13 Prozent, teilte Worldcom weiter mit. Der zweitgrößte Anbieter von Ferngesprächen und Datendienstleistungen in den USA beschäftigt insgesamt 60 000 Mitarbeiter.

Worldcom wolle außerdem seine Geschäfte mit kleineren und mittleren Betrieben verstärken und in weitere lokale Telefonmärkte expandieren. Analysten erwarten, dass Worldcom im Zuge der Umstrukturierung Vermögenswerte wie unter anderem die Tochterunternehmen in Lateinamerika verkaufen und aus Kostengründen weitere technische Funktionen auslagern wird. Worldcom will nach früheren Angaben am 1. März einen Geschäftsplan für die nächsten drei Jahre vorlegen. Der Restrukturierungsplan muss beim zuständigen Konkursgericht bis 15. April eingegangen sein.

Worldcom hatte Fehlbuchungen im Volumen von mehr als neun Milliarden Dollar zugegeben und im Juli vergangenen Jahres Insolvenz beantragt. Damit sorgte der Konzern für die weltweit bislang größte Firmenpleite.

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