Umstrukturierungsmaßnahmen
Ericsson will vermutlich Mikroelektronik-Sparte verkaufen

Der schwedische Mobilfunkkonzern Ericsson will Kreisen zufolge seinen Geschäftsbereich Mikroelektronik verkaufen. "Das Unternehmen zieht derzeit diese Möglichkeit in Betracht", verlautete es am Montag aus unternehmensnahen Kreisen.

rtr STOCKHOLM. Konzernsprecherin Ase Lindskog wollte dies nicht kommentieren, sagte aber, dass das Unternehmen ständig verschiedene Möglichkeiten wie Kooperationen oder Teilverkäufe betrachte, um die Effizienz zu steigern. Die Zeitung "Financial Times" hatte am Montag berichtete, dass Ericsson die Investmentbank Merrill Lynch beauftragt habe, den Verkauf zu betreuen. Dieses Geschäft könne Ericsson bis zu 2 Mrd. $ (4,3 Mrd. DM) einbringen, hieß es weiter.

Zudem arbeitet der Mobilfunkausrüster daran, innerhalb der nächsten drei Jahre seinen Marktanteil auf 20 % beim Mobilfunk mit CDMA-Standard auszubauen (Code Division Multiple Access). Ericsson-Manager Ake Persson sagte in einem Interview mit der Zeitung "Dagens Industri" (Montagausgabe), dass Ericsson im Jahr 2004 etwa zwanzig Prozent des Marktes statt zurzeit einiger weniger Prozent bedienen wolle. Er schätze das Marktvolumen auf dann 150 bis 200 Mrd. Kronen (etwa 31 bis 41 Mrd. DM), sagte er weiter. Persson soll im Zuge der Ericsson-Umstrukturierung ab September den Bereich CDMA leiten. CDMA ist der Standard, der in den USA und Teilen Asiens den Mobilfunk dominiert.

Ericsson hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Konzern umstrukturiere, um sich auf seine fünf größten Kunden weltweit zu konzentrieren.

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