UMTS 2002 in Deutschland
Siemens erhält ersten UMTS-Auftrag aus Deutschland

Siemens und Ericsson werden zu gleichen Teilen an Mannesmann Mobilfunk die Systemtechnik für das Mobilfunknetz der dritten Generation liefern. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf je 500 Mill. Euro.

rtr MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Die Siemens AG und der schwedische Ericsson-Konzern werden zu gleichen Teilen an Mannesmann Mobilfunk die Systemtechnik für das Mobilfunknetz der dritten Generation (UMTS) liefern. Für den Münchener Technologiekonzern ist es der erste UMTS-Auftrag in Deutschland, wie ein Sprecher am Donnerstag in München sagte. Das Auftragsvolumen beläuft sich bis 2002 für beide Lieferanten auf je 500 Mill. Euro. In den nächsten Monaten sollen nach Angaben von Mannesmann in München und Düsseldorf zwei Testnetze für den neuen Standard aufgebaut werden. Der Siemens-Sprecher betonte, der Auftrag sei ohne eine Vorfinanzierung durch einen Lieferantenkredit zustande gekommen.

Schon Anfang 2001 will Siemens erste Netzkomponenten liefern und installieren. Der Mobilfunkstandard UMTS soll vom Jahr 2002 an in Deutschland eingeführt werden. Mit der neuen Generation der Handy-Übertragung ist eine weitaus raschere Datenübertragung möglich als mit dem derzeit geltenden Standard. Siemens sei seit 1990 Lieferant für Mannesmann Mobilfunk ("D2"), hieß es weiter. Die Tochter des britischen Vodafone-Konzerns hatte für 16,6 Mrd. DM eine der 6 MTS-Lizenzen in Deutschland mit zwei Frequenzblöcken ersteigert. D2 Mannesmann hatte in der Vergangenheit erklärt, mit der Finanzierung des Netzausbaus keine Schwierigkeiten zu haben. Nach früheren Angaben will der Konzern in den kommenden Jahren 10 Mrd. DM in die UMTS- Technik investieren.

Bisher hatte Siemens nach eigenen Angaben lediglich einen Vorvertrag mit dem italienischen Mobilfunk-Konsortium Wind und mehrere Testbetriebsverträge abgeschlossen. "Wir halten den UMTS-Markt für strategisch sehr wichtig, werden bei Aufträgen aber sehr selektiv vorgehen", sagte ein Siemens-Sprecher.

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