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UMTS-Auktion belastet europäische Telekomtitel

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag überwiegend leichter tendiert. Im Mittelpunkt standen zumeist Telekomtitel, die durch die in Deutschland laufende Versteigerung von UMTS-Lizensen unter Druck gerieten.

Reuters FRANKFURT. Am Donnerstagmittag hatten alle Bieter zusammen die 50 Mrd. Euro-Grenze überschritten. Technologietitel konnten jedoch vielerorts von der guten Nasdaq-Vorgabe vom Mittwoch profitieren. Der Technologieindex ging in New York mit einem Plus von 0,25 % auf 3 861,20 Punkten aus dem Handel. Schwächer sah es dagegen beim Dow-Jones aus. Der Index 30 führender Unternehmen in den USA schloss 0,53 % tiefer auf 11 008,39 Zählern.

Der S&P-Future signalisierte mit einem Minus von 2,7 Punkten einen leichteren Trend an der Wall Street. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel bis gegen 13.20 Uhr um 0,82 % auf 4958 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte um 1,08 % auf 5167 Punkte.



London: British Telecom belastet FTSE-Index

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index am Donnerstagmittag um 0,55 % auf 6 498 Punkte gefallen. Im Mittelpunkt standen die Titel von British Telecom, die um 3,4 % rutschten. Händler verwiesen auf die geplante Übernahme von der deutschen Viag Interkom durch BT und den damit verbundenen notwendigen Geldbedarf des Unternehmens.



Zürich: SMI-Index von Roche belastet

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag schwächer tendiert. Der SMI-Index fiel um 0,86 % auf 8246 Zähler. Händler sagten, vor allem Abgaben im Anschluss an das eher etwas enttäuschende Halbjahresergbnis von Roche , aber auch Gewinnmitnahmen im Finanzbereich würden den Markt nach unten ziehen. Die schwache Vorgabe des Dow Jones Index wirke sich jedoch ebenfalls belastend aus. Roche gaben bei großen Umsätzen 425 sfr auf 15 965 sfr nach.



Paris: CAC-Index wegen France Telecom unter Druck

In Paris präsentierte sich die Börse am Donnerstagmittag leichter. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen fiel um mehr als ein Prozent auf 6 610 Punkte. Zu den größten Verlierern zählten die Aktien von France Telecom , die um knapp vier Prozent nachgaben. Börsianer machten die in Deutschland laufende Auktion von UMTS-Lizensen, an der die France Telecom durch die deutsche Mobilcom mitbietet, für den Rückgang verantwortlich. Es mehrten sich die Sorgen über die inzwischen erreichten hohen Bietungen und die damit verbundenen Kosten, hieß es.



Mailand: Mib30-Index von Gewinnmitnahmen geprägt

Im Mailänder Aktienhandel standen am Morgen Banken und Telekomtitel im Vordergrund. Der MIB30-Index fiel bis zur Mittagszeit um 1,18 % auf 47 160 Zähler. Nach einer Vortagesrallye gaben die Aktien der Banken Banca Intesa (minus 1,88 %), Uni Credito (minus 1,93 %) und Sanpaolo IMI (minus 1,67 %) nach. Telecom Italia und Olivetti gaben um je knapp zwei Prozent nach. Marktteilnehmer begründeten den Rückgang damit, dass die auf sehr hohem Niveau in Deutschland laufende UMTS-Auktion auch für die Lizenzversteigerung in Italien einen weitaus höheren Erlös erwarten ließe.

Madrid: Ibex-Index tiefer bei dünnem Handel

An der Börse in Madrid zeigte sich das Handelsgeschehen lustlos. Der Ibex-Index gab um 0,76 % auf 11 256 Zähler nach. Die Aktien des Telekomunternehmens Telefonica rutschten um 2,18 % auf 24,68 Euro. Analysten sagten, der Kurs sollte durch Pläne der Mobilfunk-Tochter Telefonica Moviles unterstützt werden, den finnischen Konkurrenten Sonera zu übernehmen. Zudem könnten die Chancen Telefonicas, in Deutschland mit einer UMTS-Lizenz Mobilfunkdienste anzubieten, für Kursphantasie sorgen. Im Aufwind waren die Titel des Internet-Dienstleisters Terra Networks, die um 1,73 % anzogen.

Amsterdam: AEX-Index folgt Vorgaben

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse leicht gefallen. Der AEX-Index rutschte um 0,27 % auf 688 Zähler. Gegen den Trend konnten sich die Titel von ASM Lithography sowie Akzo Nobel mit Zuwächsen von 2,6 und 3,19 % behaupten. Deutliche Abschläge mussten die Titel des Computer-Dienstleisters von Getronics mit einem Minus von knapp zwölf Prozent hinnehmen. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, in Deutschland und Frankreich eventuell durch Zukäufe expandieren zu wollen.



Wien: ATX-Index behauptet

Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstagvormittag nach einem freundlichen Start behauptet tendiert. Zur Mittagszeit stellte sich der 22 Werte umfassende ATX bei vorerst noch geringen Umsätzen bei 1170 Punkten und damit einem leichten Plus von 0,08 % ein. Händler bezeichneten das Handelsgeschehen als sehr schwach. Reges Interesse wurde in Austria Tabak verzeichnet, die um 1,95 Euro auf 41,85 Euro anzogen. Nach Meinung von Marktteilnehmern sehe die Aktie charttechnisch sehr gut aus.



Brüssel: BEL20-Index fällt

In Brüssel fiel der Bel20-Index um 0,91 % auf 3156 Zähler. Händler bezeichneten den Handel als dünn. Im Mittelpunkt standen die Titel der Fortis-Bank und des Automobileinzelhänderls D'Ieteren, die ihre Vortagesgewinne wieder abgaben. Fortis verloren 0,7, D'Ieteren 1,2 %.



Stockholm: OMX-Index abwärts

Den Vorgaben aus dem Ausland folgend hat die Stockholmer Börse am Donnerstag leichter tendiert. Der OMX-Index lag zur Mittagszeit rund 0,7 % tiefer auf 1291 Punkten. Indexschwergewicht Ericsson gab um 1,5 Schwedische Kronen auf 178,50 nach. Rivale Nokia verlor 5 skr auf 362 skr.

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