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UMTS-Bietern droht Herabstufung bei Bonität

Reuters MÜNCHEN. Den meisten Bietern bei der deutschen UMTS-Mobilfunkauktion droht einem Magazinbericht zufolge eine Herabstufung durch die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's. Das Anlegermagazin "Focus Money" berichtete am Mittwoch vorab aus seiner neuen Ausgabe, Standard & Poor's habe die Deutsche Telekom, British Telecom, France Telecom und KPN.AS> KPN.AS> bereits auf die so genannte "Negativ Watchlist" gesetzt. Damit droht den Unternehmen dem Bericht zufolge eine Herabstufung ihrer Bonitätsbewertung, was dazu führen kann, dass sich die Refinanzierungskosten der Unternehmen am Kapitalmarkt erhöhen.

Im Regelfall gilt, dass Unternehmen bei der Emission von Anleihen tendenziell umso höhere Renditen zahlen müssen, je schlechter die Bonitätswertung ist. Das Anlegermagazin zitiert den Standard & Poor's-Experten Duncan Warwick-Champion mit den Worten: "Fast alle Unternehmen werden nach dem Ende der deutschen Auktion von uns herabgestuft." Hintergrund seien "kostspielige Akquisitionen und Lizenzen", berichtet das Magazin weiter. Die deutsche UMTS-Auktion entscheide über das Ausmaß der Herabstufung.

Die Deutsche Telekom steht bereits seit der Bekanntgabe des Übernahmeangebots an den US-Mobilfunkanbieter VoiceStream auf der Beobachtungsliste der Ratingagentur. Auch die Ratingagentur Moody's Investors Service hatte Ende Juni mitgeteilt, dass die Bewertung der langfristigen Bonität der Telekom auf eine mögliche Zurückstufung geprüft werde. Als Grund wurden unter anderem die Expansionspläne des Bonner Konzerns in den USA und Unsicherheiten über die Finanzbelastungen durch UMTS-Mobilfunk-Lizenzgebühren genannt. Die Ratingagentur Fitch hatte das Rating für die langfristige Bonität der Telekom nach der Ankündigung der Unternehmensanleihe im Volumen von acht Mrd. $ zwar unverändert gelassen, das Unternehmen aber auf die Beobachtungsliste gesetzt.

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