UMTS-Einführung hat "europaweit rund 270 Mrd. Euro an Wert vernichtet"
Handy-Tarife bleiben stabil trotz UMTS-Milliardenkosten

dpa HANNOVER/SAARBRÜCKEN. Die Handytarife werden trotz befürchteter Milliardenverluste durch die UMTS-Einführung nach Einschätzung des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation (DVPT) stabil bleiben.

"Die Tarife werden mit ziemlicher Sicherheit nicht steigen", sagte der DVPT-Vorsitzende Manfred Herresthal am Montag dem Saarländischen Rundfunk (Saarbrücken). Sonst "würde man sich den Markt selbst kaputt machen".



Auch Ladenpreise für Mobiltelefone würden "nicht ins Uferlose gehen." Vor allem die Hersteller von Mobilfunkgeräten seien gegen eine große Erhöhung, sagte Herresthal. "Wenn die Handy-Preise Richtung 1000 DM gehen, dann befürchte ich einfach, dass denen der Markt wegbricht." Nach Medienberichten will die Telekommunikationsbranche künftig Herstellerpreise für die Geräte verlangen und Gesprächsgebühren erhöhen, um die Anlaufkosten der neuen Mobilfunk-Generation UMTS zu finanzieren. Besonders betroffen seien so genannte Prepaid-Angebote (Handy mit Guthabenkarte).



Der DVTP vertritt rund 1 500 Kunden-Unternehmen der Telekom - Branche. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat die Unternehmensberatung McKinsey in einer von mehreren europäischen Telekom-Anbietern in Auftrag gegebenen Risikoabschätzung berechnet, dass durch die UMTS-Einführung "europaweit rund 270 Mrd. Euro an Wert vernichtet" werden.

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