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UMTS hat das Potenzial für den Massenmarkt

UMTS kann den Massenmarkt erschließen, wenn die Inhalte stimmen. Zu diesem Ergbnis kommen aktuelle Studien. Aber billig wird das Handy-Surfen nicht.

adx/no DÜSSELDORF. Das wichtigste Ergebnis vorneweg: Der Massenmarkt für UMTS läßt sich über emotionale und interpersonelle Kommunikation, wie z.B. Bildtelefonie und E-Mails, erschließen. Und: Für diesen Service wollen die potenziellen UMTS-Nutzer auch zahlen. Zu diesen Ergebnissen kommt die neueste Studie des Marktforschungsinstituts Emnid, die am Donnerstag in Düsseldorf vorgestellt wurde. Die Studie fragte nach dem Potenzial für den neuen UMTS-Mobilfunkstandard in Deutschland.

"Trotz der Berichterstattung über UMTS, die sich größtenteils auf die milliardenhohen Lizenzgebühren stützte, ist keine negative Einstellung zu UMTS feststellbar", sagt Emnid-Mann Wolfgang Best im Gespräch mit Handelsblatt.com. "Ein Bedarf an strukturierter Information für UMTS ist vorhanden", weiß der Marktforscher.

100 bis 160 DM pro Monat für UMTS

Fast jeder zweite Deutsche nutzt heute bereits ein Handy. Der potenzielle UMTS-Kunde ist der Studie zufolge eher männlich und hat einen Hochschulabschluss. Er will mit seinem UMTS-Handy hauptsächlich Verkehrsinformationen, E-Mails verschicken und Stadtpläne bzw. Routenbeschreibungen nutzen. Im Mittel sind die zukünftigen UMTS-Handybesitzer bereit, 277 DM für das neue UMTS-Handy auszugeben.

Diese positive Einstellung wird der zukünftige UMTS-Kunde auch brauchen. Eine Studie der Hamburger Unternehmensberatung Mummert + Partner sieht für die Verbraucher keine Möglichkeit, den hohen UMTS-Gebühren in Deutschland auszuweichen. Die Netzbetreiber würden kostenbewusste Kunden mit saftigen Weiterleitungsgebühren - so genannten Roaming-Gebühren - ausbremsen.

Damit sich die hohen Investitionen in die UMTS-Netze für die Telekommunikationsunternehmen lohnen, müssen die Kunden mit mindestens 100 bis 160 DM pro Monat zur Kasse gebeten werden, erklärte Experte Andreas Hoffmann am Donnerstag. "Die Massenflucht aus dem deutschen Hochpreis-Funknetz zu ausländischen Gesellschaften würde sämtliche Kalkulationen der Mobilfunkgesellschaften durchkreuzen", erläuterte Hoffmann. Angesichts der ohnehin mindestens zehn Jahre lang anfallenden Verluste im UMTS-Geschäft werde "mit Sicherheit das Ausweichen auf preiswertere Anbietern im Ausland massiv unterbunden".

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