UMTS-Investition gestoppt
Telefónica stellt Quam ein

Der spanische Mobilfunkkonzern Telefónica Móviles hat Investitionen in die neue Technik UMTS zunächst gestoppt. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, würden die UMTS-Aktivitäten in Deutschland, Österreich, Italien und in der Schweiz vorübergehend eingestellt.

sk/slo MADRID/DÜSSELDORF. Für die deutsche Tochter Quam, ein Joint Venture von Telefónica und der finnischen Sonera, bedeutet dies nach Einschätzung von Experten den Rückzug. Der kommt nicht überraschend, denn Quam galt als der schwächste der sechs künftigen UMTS-Netzbetreiber. Das Unternehmen hat im Sommer 2000 eine UMTS-Lizenz für mehr als acht Mrd. Euro ersteigert.

Offiziell hieß es gestern bei Telefónica: Die Quam-Aktivitäten würden nur bis zur Marktreife von UMTS eingefroren. Es handele sich nicht um einen endgültigen Rückzug. Quam hatte zuletzt 200 000 Kunden und mehr als 800 Mitarbeiter. Ob die Quam-Kunden an einen Konkurrenten gehen, war gestern noch unklar. Ebenso wie die Folgen für E-Plus: Das Unternehmen wollte mit Quam das UMTS-Netz gemeinsam aufbauen. Offen bleibt zunächst auch, ob die UMTS-Lizenz an den Telekomregulierer zurückgeht. Dass die Belegschaft reduziert wird, gilt dagegen als sicher.

Für die Restrukturierung der europäischen UMTS-Aktivitäten hat Telefónica Móviles eine Sonderbelastung von 4,9 Mrd. Euro ausgewiesen. Die Folge war ein Verlust von 4,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr dieses Jahres. Ohne diese Sonderkosten stieg der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 50 % auf 569 Mill. Euro.

Wie der Konzern weiter mitteilte, werde Telefónica-Móviles-Chef Luis Lada seinen Posten abgeben und eine Aufgabe bei der Mutter übernehmen. Sein Nachfolger ist Telefónica-Manager Antonio Viana-Baptista.

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