"UMTS-Katastrophe"
T-Aktie zeitweise unter 15 €

Die T-Aktie ist erstmals in ihrer Geschichte unter der Marke von 15,00 ? gehandelt worden. Am Freitag rutschte die einstige Volksaktie zeitweise bis auf 14,81 ? und damit in die Nähe ihres Emissionskurses von 14,57 ?. Damit hat das Papier seit den Höchstständen bei rund 104 ? im Frühjahr vergangenen Jahres etwa 85 % ihres Wertes eingebüßt. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor gleichzeitig um 0,47 % auf 4 852,28 Zähler.

dpa FRANKFURT. Das Papier der Deutschen Telekom fiel bis 11:30 Uhr um 1,93 % auf 15,21 ?. Ein Grund für den Kursrutsch könnte Händlern zufolge die neueste Nachricht des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone sein. Nach einem Bericht der "Financial Times" (Freitagausgabe) habe sich sich Vodafone bei Analysten skeptisch zu UMTS-Geräten geäußert. Sie seien bislang noch zu langsam und zudem für die Kunden viel zu teuer, warnte das Unternehmen. Zum Start des Multimedia-Mobilfunkstandards könnten die neuen Telefone nach Einschätzung von Vodafone daher zunächst weder Video noch Musik übertragen.

"Diese Nachricht ist eine einzige Katastrophe", sagte ein Frankfurter Händler. Wenn die mit UMTS angekündigten Multimedia-Anwendungen zunächst doch nicht möglich werden sollten, sei UMTS in seinem Nutzen fraglich. "Wer sollte dann bereit sein, für UMTS mehr Geld auszugeben?", meinte der Händler.

"Man kann sich keinen Flop leisten"

Robert Halver, Analyst bei Delbrück Asset Management, ist jedoch optimistischer mit Blick auf die neue Mobilfunk-Generation. "Ich bin davon überzeugt, dass zum Start des UMTS-Netzes alle angepriesenen Funktionen voll funktionsfähig sein werden", sagte der Experte. Man könne und werde sich beim UMTS-Start einfach keinen Flop leisten, meinte er.

Händlern zufolge wurde die T-Aktie am Freitag auch von einem negativeren Ausblick durch das Investmenthaus Dresdner Kleinwort Wasserstein belastet. Danach senkten die Analysten ihr Kursziel für das Papier von 28 ? auf 24 ?.

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