UMTS-Lizenz-Streit
Vivendi zahlt nun doch

dpa PARIS. Der französische Medienkonzern Vivendi Universal hat angesichts drohender Sanktionen nun doch die erste Rate von 619 Mill. Euro (1,2 Mrd. DM) für eine UMTS-Mobilfunk-Lizenz bezahlt. Dies teilte die Vivendi-Tochter SFR/Cegetel, einer der beiden Lizenznehmer, am Dienstag in Paris mit.

Das Unternehmen verlangte gleichzeitig "vertiefte Diskussionen" über den Lizenzpreis und die Modalitäten der Bezahlung. Die Pariser Regierung soll bereits längere Laufzeiten für die Lizenz erwägen. Sie ist zum Gespräch mit SFR/Cegetel bereit.

SFR/Cegetel hatte die fällige erste Überweisung an den Staat wegen veränderter wirtschaftlicher Bedingungen zunächst verweigert und die Summe stattdessen auf einem Sperrkonto hinterlegt. Die Regierung stellte daraufhin ein Ultimatum und drohte Sanktionen an, falls nicht bis Montag um Mitternacht gezahlt werde.

Vivendi Universal will den im Frühjahr 2000 festgesetzten Preis von 4,95 Mrd. Euro für eine UMTS-Lizenz wegen der schwachen Wirtschaftslage neu verhandeln. Der Konzern führt auch Verzögerungen bei der technischen Entwicklung der dritten Mobilfunk-Generation und die schwierige Marktlage nach den Anschlägen in den USA ins Feld.

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