UMTS-Versteigerung
Staatsanwalt ermittelt wegen UMTS-Versteigerung in Italien

Es bestehe der Verdacht unerlaubter Spekulationen und Manipulationen bei dem Verfahren, meldete das staatliche Fernsehen am Mittwoch.

dpa ROM. Nach dem schnellen Ende der Versteigerung der UMTS- Mobilfunklizenzen in Italien hat die Staatsanwaltschaft in Rom Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Verdacht unerlaubter Spekulationen und Manipulationen bei dem Verfahren, meldete das staatliche Fernsehen am Mittwoch.

Die Versteigerung musste bereits nach zwei Tagen beendet werden, weil das Blu-Konsortium ausgestiegen war. Dadurch waren nur noch fünf Bieter für fünf zu vergebende Lizenzen übrig geblieben. Die Staatskasse nahm lediglich 26,8 Milliarden DM ein - weniger als die Hälfte der erwarteten Summe. Blu wies die Vorwürfe zurück; es habe keine Unregelmäßigkeiten oder Absprachen gegeben.

Der italienischer Minister für Kommunikation, Salvatore Cardinale, richtete aber heftige Vorwürfe gegen Blu. Ihm liege ein Brief vor, in dem die Führung des Konsortiums vor dem Start der Versteigerung die Aktionäre über finanzielle Schwierigkeit bei einer Beteiligung hinweise. Zu den acht Aktionären von Blu gehören British Telecom (20 Prozent), Autostrade (32 Prozent), Benetton und Silvio Berlusconis Mediaset (beide neun Prozent).

Die fünf Lizenzen sollen an Telecom Italia Mobile (TIM), Omnitel und Wind sowie die internationalen Konsortien Ipse 2000 und Andala- Hutchinson gehen.



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