UMTS-Zusammenarbeit
Deutsche Telekom kooperiert mit British Telecom

Deutsche Telekom und British Telecom wollen beim Aufbau und Betrieb ihrer UMTS-Mobilfunknetze in Deutschland und Großbritannien zusammenarbeiten und dadurch Milliardenbeträge sparen.

afp BONN/LONDON. Wie beide Unternehmen am Dienstag in Bonn und London mitteilten, erhoffen sie sich Einsparungen von 30 Prozent durch die gemeinsame Errichtung und Nutzung von Antennenstandorten und sonstiger Sende- und Empfangstechnik. Kunden beider Firmen sollen über das so genannte Roaming nach der Inbetriebnahme über beide Netze telefonieren können. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, die jüngst die Möglichkeit der Kooperation für Mobilfunkbetreiber grundsätzlich gebilligt hatte, kündigte an, das Projekt zu prüfen. Die Telekom-Aktie legte um 1,1 Prozent auf 24,06 Euro (47,06 Mark) zu.

Konkret sollen in Deutschland die British-Telecom-Tochter Viag Interkom mit T-Mobil und in Großbritannien der zur Telekom gehörende Mobilfunkanbieter One2One und BT Cellnet kooperieren. Bislang wurden darüber "unverbindliche" Absichtserklärungen geschlossen, nun sollen "möglichst kurzfristig bindende Vereinbarungen" ausgehandelt werden.

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Beide Seiten zeigten sich überzeugt, dass die Kooperation nicht auf den Widerstand der nationalen Wettbewerbsbehörden stößt. Die beabsichtigte Zusammenarbeit stehe "mit den regulatorischen und kartellrechtlichen Rahmenbedingungen in Einklang und gewährleistet die Unabhängigkeit der Lizenznehmer", erklärte T-Mobil. Die Telekom-Tochter und BT hoffen nach eigenen Angaben, "die Netze der nächsten Mobilfunkgeneration günstiger und schneller ausbauen zu können". Die Unternehmen erwarten, dass von der Vereinbarung "Kunden, Aktionäre und auch die Umwelt profitieren werden". So würden die Betreiber mit "deutlich weniger Antennenstandorten auskommen als bisher angenommen". T-Mobil gehe davon aus, "dass bis zu 50 Prozent der geplanten UMTS-Standorte in Deutschland für eine gemeinsame Nutzung in Frage kommen".

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