Umwelt gilt als Verlierer
Athens neue Infrastruktur - nicht nur ein Segen?

Sportereignisse mit weltumspannendem Charakter haben für die austragende Metropole immer den gleichen Effekt - es muß gebaut werden. Trotz des modernisierenden Effektes - die Planer können es nicht allen Recht machen.

HB ATHEN. Der Blick von der Akropolis schweift über ein schier endloses Häusermeer. Nichts als Bürobauten, Straßen und Wohnsilos in sengender Sonne. Über der Stadt liegt ein dünner Schleier von Smog. In diesem tristen Grau aus Stein und Beton, so möchte man meinen, kann kein Mensch leben. Die Olympia-Stadt Athen gehört mit Sicherheit nicht zu den schönsten Städten in Europa.

Daran scheinen auch die Olympischen Spiele nichts geändert zu haben. Aber der erste Eindruck täuscht ein wenig. Der Koloss der Vier-Millionen-Metropole hat ein neues Gesicht bekommen. Aus der Höhe des Akropolis-Felsens ist dies nicht so ohne weiteres erkennbar, denn die wichtigste Änderung vollzog sich unter der Erde. Athen erhielt zu Olympia ein - noch rudimentäres - U-Bahnnetz von drei Linien.

Die griechische Hauptstadt holte in der Verkehrsentwicklung nach, was in anderen Metropolen längst gang und gäbe ist. Während Paris, London oder Madrid seit Jahrzehnten über dichte Netze von U-Bahnen verfügen, konnten die Athener sich bis vor kurzem nur mit Pkw, Taxis oder stinkenden Bussen fortbewegen. Die Autos quälten sich im Schneckentempo durch die überlasteten Straßen. Athen stand ständig am Rande des Verkehrskollaps und galt als der Inbegriff des Chaos.

Seite 1:

Athens neue Infrastruktur - nicht nur ein Segen?

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%