Umweltschutz
15 Nationen fordern Japan zum Stopp des Walfangs auf

Reuters TOKIO. Die Vertreter von 15 Staaten haben Japan, den weltgrößten Konsumenten von Walfleisch, aufgefordert, seinen offiziell aus wissenschaftlichen Gründen betriebenen Walfang einzustellen. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete am Montag, der irische Botschafter in Japan, Declan O'Donovan, habe Mitarbeiter des japanischen Außenministeriums im Namen der Gruppe der 15 Staaten aufgefordert, entsprechend der Beschlüsse der Internationalen Walfangkommission (IWC) den Walfang im Pazifik einzustellen. In der Antwort des Ministeriums hieß es, Japans Walfangprogramm entspreche der IWC-Konvention. Die Bitte der Staatengruppe werde an alle zuständigen Stellen weitergeleitet.

Japan sieht sich seit Jahren der Kritik von nichtwalfangenden Nationen und Naturschutzgruppen ausgesetzt, weil es jährlich mehrere hundert Zwergwale fängt. Walfleisch ist in Japan zur Delikatesse geworden, seit wegen eines 1986 beschlossenen weltweiten Walfangverbotes die Preise angesichts des knappen Angebotes in die Höhe geschnellt sind.

Zu den 15 Staaten, in deren Namen der irische Botschafter aktiv wurde, gehören Deutschland, die Niederlande, Neu-Seeland, Österreich, Brasilien, Großbritannien, Finnland, Frankreich, Italien, Mexiko, Monaco, Schweden, die Schweiz und die USA. Japan hat entsprechend dem Beschluss von 1986 den Walfang offiziell aufgegeben. Stattdessen betreibt es nach offizieller Lesart Walfang zu wissenschaftlichen Zwecken.

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