Archiv
Umweltschutzaktion: 11 000 tote Fische vor dem Brandenburger Tor

Die Umweltorganisation Greenpeace hat 11 000 tote Fische, Krebse und andere Meerestiere vor dem Brandenburger Tor abgeladen, um für die Einrichtung von Schutzgebieten in Nord- und Ostsee zu demonstrieren.

dpa BERLIN. Die Umweltorganisation Greenpeace hat 11 000 tote Fische, Krebse und andere Meerestiere vor dem Brandenburger Tor abgeladen, um für die Einrichtung von Schutzgebieten in Nord- und Ostsee zu demonstrieren.

Die Fische seien in der vergangenen Woche von einem Kutter innerhalb von zwei Stunden als Abfall aussortiert worden, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Jährlich verendeten allein in der Nordsee rund 700 000 Tonnen Meerestiere nutzlos als Beifang.

Als Mahnung legten die Umweltschützer in Berlin tausende kleine tote Rochen und Schollen, Seeigel, Muscheln und Krebse auf einem 100 Meter langen Tisch mit der Aufschrift "Leben ist kein Abfall". Greenpeace fordert Schutzgebiete, in denen neben der Fischerei auch Öl- und Gasförderung, Sand- und Kiesabbau sowie Schiffsverkehr verboten sein sollen.

"Es gibt in der offenen Nordsee bislang keine echten Schutzgebiete, in denen sich die Natur ungestört von menschlichen Aktivitäten regenerieren kann", sagte Greenpeace - Sprecher Björn Jettka. Die Umweltorganisation fordert, 40 % der Nord- und Ostsee unter Schutz zu stellen. Nur mit diesen umfassenden Maßnahmen könnten sich die Fischbestände erholen und auch der Fischerei langfristig das Überleben sichern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%