UN-Beobachter befürchten Verschlimmerung der Spannungen
Wieder Gefechte in Kaschmir

Indien und Pakistan haben sich an der Grenze in Kaschmir erneut Gefechte geliefert. Indien beschuldigte am Dienstag Pakistan, die Artillerie-Kämpfe begonnen zu haben.

dpa NEU-DELHI. Auf indischer Seite sei ein Mensch verletzt worden, berichtete die indische Nachrichtenagentur UNI. Indien habe pakistanische Bunker getroffen. Nachdem es an der Teilungslinie Monate lang ruhig geblieben war, hatte Indien vor zwei Wochen die Gefechte wieder begonnen.

Die UN-Beobachter in Kaschmir befürchten eine Verschlimmerung der Spannungen. "Meine Einschätzung ist, dass die Situation in nächster Zeit angespannter werden wird, nicht nur an der Teilungslinie, sondern auch im ganzen indischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir", sagte Generalmajor Hermann Loidolt von der Beobachtertruppe der Vereinten Nationen in Srinagar.

Indien lehnt internationale Vermitttlung ab

Die UN hatten 1951 nur Beobachter, keine Friedenstruppen nach Kaschmir geschickt. Sie halten sich jeweils ein halbes Jahr auf der indischen und ein halbes Jahr auf der pakistanischen Seite der Grenze auf. Kaschmir ist zwischen Indien und Pakistan geteilt. Die heutigen Atommächte haben seit 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um Kaschmir.

Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen moslemische Milizen für den Anschluss an Pakistan. Indien bezeichnet sie als Terroristen und wirft Pakistan vor, sie zu unterstützen. In Indien mehren sich die Forderungen, nach US-Vorbild mit Luftangriffen gegen die Lager der Milizen auf pakistanischem Gebiet vorzugehen. Pakistan ist für eine internationale Vermittlung, Indien lehnt sie ab.

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