UN-Beobachter unterstützen Truppenabzug
Uganda und Ruanda kündigen Rückzug einiger Truppen aus Kongo an

Uganda und Ruanda haben den Rückzug einiger ihrer Truppen aus besetzten Gebieten in Kongo angekündigt. Die Regierung in Kampala sprach am Dienstag von rund 1 000 Soldaten, die zurückbeordert werden sollten.

dpa NEW YORK/KAMPALA. Am selben Tag teilte UN - Generalsekretär Kofi Annan mit, Ruanda habe die Räumung des Gebietes um die Ortschaft Pweto im Südosten Kongos versprochen.

Annan sagte Reportern, der ruandische Präsident Paul Kagame habe ihn am Montag in New York angerufen und den Rückzug seiner Truppen aus Pweto um 200 Kilometer in Richtung ihres Herkunftslandes angekündigt. "Ich denke, dies ist eine sehr wichtige Entscheidung, und ich hoffe, sie wird andere zu ähnlichen Schritten veranlassen und schließlich dazu führen, das sich jedermann aus Kongo zurückzieht", sagte Annan Reportern. Er habe die UN-Beobachter in Kongo bereits angewiesen, den angekündigten Truppenabzug zu unterstützen.

Ein Sprecher der Regierung Ugandas erklärte, sein Land wolle mit der Maßnahme Unterstützung für den unter dem neuen kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila wiederbelebten Friedensprozess bekunden. Während Uganda neben Ruanda zu den Verbündeten der Kongo-Rebellen zählt, kämpfen Angola, Namibia und Simbabwe auf Seiten der kongolesischen Regierungsarmee.

Die Konfliktgegner des zweieinhalbjährigen Krieges hatten sich in der vergangenen Woche auf einem Gipfeltreffen in Lusaka (Sambia) erneut zur Einhaltung des dort 1999 abgeschlossenen Friedensabkommens verpflichtet. Uganda und Angola hatten lediglich Vertreter ihrer Regierungschefs entsendet. Ruanda war überhaupt nicht dabei.

Uganda hat rund 10 000 Soldaten im Nordosten Kongos stationiert. Bereits im vergangenen Jahr hatte Präsident Yoweri Museveni einen kleinen Teil seiner Soldaten abgezogen. Am 7. März muss er sich neuen Präsidentschaftswahlen stellen.

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