UN-Berichterstatter warnt
815 Millionen Menschen leiden an Hunger

Alle sieben Sekunden stirbt ein Kind unter zehn Jahren an Hunger, alle vier Sekunden verliert ein Mensch sein Augenlicht wegen Mangels an Vitamin A. Weltweit leiden mehr als 815 Millionen Menschen an Hunger und chronischer Unterernährung.

HB/dpa GENF. Das erklärte der UN-Sonderberichterstatter für Nahrung, Jean Ziegler, aus Anlass des heute stattfindenden Welternährungstages in Genf.

Auf dem Welternährungsgipfel 1996 hatten sich 186 Staaten vorgenommen, die Zahl der Hungernden bis 2015 von damals 841 Millionen Menschen um die Hälfte zu reduzieren. Beim jetzigen Rhythmus werde es aber länger als bis 2040 dauern, um dieses Ziel zu erreichen, sagte der Schweizer Sonderberichterstatter. Der Hunger werde von Menschen verursacht. Der Planet könnte seinen Angaben zufolge heute zwölf Milliarden Menschen ernähren.

Der Zugang zu Land sei ein grundlegendes Element des Rechts auf Nahrung, schrieb Ziegler in einem Bericht, den er im November der UN-Vollversammlung vorlegen will. Das Recht auf Nahrung müsse gegenüber dem Handel Priorität haben. Die Agrarverhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO) müssten gewährleisten, dass das Recht auf Nahrung respektiert werde.

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