UN-Botschafter-Kandidat der USA wegen Rolle in Honduras kritisiert
Negroponte soll Menschenrechtsverletzungen ignoriert haben

Der für das Amt des UN-Botschafters vorgesehene Diplomat John Negroponte soll als US-Gesandter in Honduras Berichte über Menschenrechtsverletzungen zurückgehalten haben. Entsprechende Vorwürfe untersucht zur Zeit ein Ausschuss im US-Senat, der die Nominierung Negropontes durch US-Präsident George W. Bush billigen muss, wie ein Sprecher am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte.

afp WASHINGTON. Nach US-Medienberichten soll Negroponte in den 80er Jahren Berichte über Entführungen, Folter und Morde einer von der CIA ausgebildeten Spezialeinheit an Linksgerichteten in Honduras unterschlagen haben, um dem mittelamerikanischen Land Militärhilfe aus den USA zu erhalten.

Honduras diente den USA damals als Stützpunkt für die Unterstützung der rechtsgerichteten Contras in Nicaragua, die gegen die sandinistische Regierung in Managua kämpften. Negroponte diente dem US-Außenministerium insgesamt 37 Jahre lang. Er vertrat die USA als Botschafter in Honduras (1981 bis 1985), Mexiko und auf den Philippinen.

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