UN fordert sofortige Waffenruhe
Solana: Scharon und Arafat sollten in Ruhestand treten

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon und Palästinenserpräsident Jassir Arafat sollten nach Meinung des EU-Beauftragten für Außenpolitik, Javier Solana, angesichts der Entwicklung im Nahen Osten in den Ruhestand treten.

dpa MADRID. "Sie haben den Konflikt schon zu lange erlebt und sollten den Weg für eine neue Generation frei machen, die eine andere Politik vorantreibt", sagte er am Dienstag dem spanischen Rundfunksender Ser. Solana schloss nicht aus, dass in dem Konflikt mittlerweile "persönliche Gründe bei dem Kräftemessen zwischen Arafat und Scharon" eine maßgebliche Rolle spielten. "Es sind beides keine Heiligen."

Solana bekräftigte, auf militärischem Wege sei der Konflikt nicht zu lösen. Die Resolution der Vereinten Nationen, die eine sofortige Waffenruhe und den Rückzug der israelischen Armee aus Ramallah fordert, müsse umgesetzt werden. Um diese Forderung zu unterstreichen, wurde der israelische Botschafter in Spanien am Dienstag ins Außenministerium in Madrid einbestellt. Bei der Unterredung habe die spanische Regierung ihre große Sorge angesichts der Zuspitzung der Gewalt in Nahost übermittelt, hieß es aus diplomatischen Kreisen.

Am Montagabend hatten etwa 1 500 Menschen vor der israelischen Botschaft in Madrid gegen die Militäroffensive Israels in den besetzten Gebieten demonstriert. Zu der Kundgebung hatte die kommunistisch geführte Parteienallianz Vereinte Linke (IU) aufgerufen.

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