UN-Generalsekretär mahnt Kosovo-Bewohner zum Frieden
Annan kritisiert anhaltende Gewalt gegen Serben

afp NEW YORK. UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die anhaltenden Gewaltakte gegen Serben im Kosovo heftig kritisiert und die Bevölkerung in der Region zur Versöhnung aufgerufen. Gegenseitiges Verständnis und Toleranz seien noch immer ein seltenes Gut im Kosovo, betonte Annnan in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Bericht an den UN-Sicherheitsrat. Die weitere Unterstützung und das Engagement der internationalen Gemeinschaft im Kosovo hänge von der Bereitschaft aller politischen Parteien und ethnischen Gruppen zur Zusammenarbeit ab, warnte der UN-Generalsekretär. Gewalt, Einschüchterungsaktionen und Angriffe müssten endlich ein Ende haben. Stattdessen habe sich die Lage in der Provinz in den vergangenen Wochen verschlimmert: "Eine Reihe von gemeinen Angriffen auf Serben im Kosovo hat das Vertrauen der Serben untergraben", betonte Annan.

Annans Bericht wurde fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Ende des NATO-Krieges gegen Jugoslawien und nach der Einsetzung einer UN-Verwaltung über die Provinz veröffentlicht. UN-Verwaltungschef Bernard Kouchner sollte dem Sicherheitsrat noch am Freitag eine Schilderung der aktuellen Lage vor Ort abgeben. In der vergangenen Woche waren bei einer Reihe von Anschlägen gegen Serben im Kosovo acht Menschen getötet und weitere acht verletzt worden. Die Vertreter der Serben im Kosovo hatten sich am vergangenen Sonntag aus Protest gegen die zunehmende Gewalt aus den UN-Verwaltungsgremien der Provinz zurückgezogen.

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