UN-Organisation sieht aber Stabilisierung nach Terroranschlägen
Internationale Zivilluftfahrt wird bis zum Jahr 2004 darben

Erst im kommenden Jahr sei wieder mit einer Zunahme des Passagierverkehrs zu rechnen. Das teilte die in Montreal ansässige Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO mit. Sie spricht ein Jahr nach den Terroranschlägen von einer "Stabilisierung", die dem starken Rückgang des vergangenen Jahres gefolgt sei.

gbr OTTAWA. Die Sonderorganisation der Vereinten Nationen schätzt, dass die Fluggesellschaften weltweit in 2001 zunächst durch die Schwäche der Weltwirtschaft und dann durch die Terrorschläge Verluste von etwa 12 Mrd. $ verzeichnet haben. Als Maßeinheit für den Passagierverkehr nimmt die ICAO eine Kombination von Passagierzahlen und zurückgelegten Kilometern. Kamen die Fluggesellschaften im Linienverkehr im Jahr 2000 auf 3,017 Billionen Passagier-Kilometer (Passenger-Kilometres Performed), werden fürs vergangene und das laufende Jahr nur 2,9 Billionen PKP erwartet. Die Zahl der Passagiere lag 2000 bei 1,656 Milliarden. Im darauffolgenden Jahr wurden 35 Millionen Fluggäste weniger gezählt.

Laut ICAO wird die Luftfahrtindustrie erst 2004 auf den früheren Wachstumskurs von etwa 5 % Zunahme pro Jahr zurückkehren. Am stärksten leidet noch immer der Flugverkehr in den USA und Europa unter den Folgen des 11. September. In diesen Regionen muss nach 2001 auch fürs laufende Jahr mit einem Rückgang des Luftfahrtaufkommens gerechnet werden. Der Anteil der nordamerikanischen Fluggesellschaften am weltweiten Passagierverkehr werde von 39 % in 2000 bis zum Jahr 2004 auf 36,2 % zurückgegangen sein.

Die ICAO hatte nach den Terroranschlägen Verschärfungen ihrer Sicherheitsbestimmungen für Flughäfen und Flugzeuge beschlossen. Unter anderem wurde entschieden, ein Programm zur Überprüfung der Flughäfen in den 188 Vertragsstaaten aufzulegen. Mit den Kontrollen soll im Oktober begonnen werden.

Quelle: Handelsblatt

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