UN-Soldaten sollen Zugang zu den von Rebellen kontrollierten Gebieten bekommen
Rebellen in Sierra Leone wollen Krieg endgültig beenden

Die Rebellen im westafrikanischen Staat Sierra Leone wollen ihre Waffen endgültig niederlegen und sich stärker für eine politische Lösung in dem Bürgerkriegsland engagieren. Dies erklärte ein Sprecher der Guerillabewegung "Revolutionäre Vereinigte Front" (RUF) dem britischen Radiosender BBC.

dpa NAIROBI/FREETOWN. Wie der Sender am Dienstag meldete, sollen UN-Soldaten fortan uneingeschränkten Zugang zu den von Rebellen kontrollierten Gebieten bekommen. Die Guerillas wollen sich in eine politische Partei umwandeln. Sie drängten auf faire Wahlen zum Ende des Jahres, die von der internationalen Gemeinschaft beobachtet werden sollten.

Die UN-Mission für Sierra Leone (UNAMSIL) ist die derzeit größte Blauhelm-Mission weltweit. Am 30. März hatte der UN-Sicherheitsrat beschlossen, die Mission um sechs weitere Monate zu verlängern und die Zahl der Blauhelme auf 17 500 zu erhöhen. Gemeinsam mit britischen Soldaten überwachen sie die Einhaltung des Friedensvertrags vom Lome, den die Kriegsparteien 1999 unterzeichnet hatten.

Seit 1991 bekämpfen die RUF-Guerillas in Sierra Leone die demokratisch gewählte Regierung von Präsident Ahmed Tejan Kabbah. Trotz des zwei Jahre alten Friedensvertrages ist die Lage dort nach wie vor instabil. Die Guerillas beherrschen rund die Hälfte des Landes. In dem von ihnen kontrollierten Gebiet liegen zahlreiche umkämpfte Diamantminen.

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