"Unangemessen und nicht fair"
Minenkonzern WMC weist Fusionsangebot von Alcoa ab

Die australische Minengesellschaft WMC hat ein Übernahmeangebot durch den US-Aluminiumkonzern Alcoa im Wert von rund 11 Mrd. australische Dollar (rund 12,7 Mrd. DM) abgelehnt. Der Verwaltungsrat von WMC bezeichnete am Mittwoch das Angebot von 10,20 $ je Aktie als unangemessen und nicht fair.

Reuters MELBOURNE. Stattdessen schlug WMC eine Aufspaltung des Konzerns in einen Aluminium-Oxid-Sparte und eine Mineralien-Sparte vor, um den Wettbewerb in einem möglichen Bieterverfahren zu erhöhen. "Die Spaltung sichert für die Aktionäre das beste Ergebnis, indem es den Konkurrenzdruck steigert, falls Alcoa oder ein möglicher anderer Gesprächspartner die Kontrolle über WMC erhalten möchte", sagte WMC-Chairman Ian Burgess. WMC-Aktien gaben nach dem Abbruch der Verhandlungen deutlich nach.

Im vergangenen Monat hatte WMC mitgeteilt, mit Alcoa über eine Übernahme zu sprechen, aber auch für andere Interessenten offen zu sein. Beide Unternehmen betreiben das Gemeinschaftsunternehmen Alcoa World Alumina and Chemicals (AWAC). WMC zufolge hätte das AWAC-Engagement aber möglicherweise für andere Bieter abschreckend gewirkt, da Alcoa und WMC ihr Geschäft mit Bauxit, Tonerde und anderen Chemikalien vertragsgemäß nur über AWAC betreiben. WMC zufolge wäre dieses Problem gelöst, wenn der Unternehmensteil separat gehandelt würde.

Experten hatten bereits zuvor erwartet, dass Alcoa bei einer erfolgreichen Übernahme außer AWAC alle weiteren WMC-Sparten verkauft hätte. Als Interessenten wurden die Minen-Unternehmen Rio Tinto , BHP Billiton und Anglo American genannt. Tonerde (Aluminium-Oxid) und Bauxit sind Rohstoffe für die Aluminiumproduktion

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WMC-Aktien schlossen an der australischen Börse fast 10 % tiefer bei 9,1 australischen Dollar.

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