"Unberechenbares Investitionsverhalten"
SZ Testsysteme streicht ein Viertel der Stellen

Die am Neuen Markt notierte SZ Testsysteme hat ihre Geschäftsprognosen für das Gesamtjahr kräftig gesenkt und zugleich den Abbau von 90 Stellen angekündigt.

dpa MÜNCHEN. Der Aktienkurs des Herstellers von Prüfanlagen für Halbleiter brach darauf am Mittwoch nach Börsenöffnung um mehr als 30 Prozent auf nur noch 1,36 Euro ein.

Der Umsatz werde im Geschäftsjahr 2001/02 (30. September) angesichts der anhaltend schwierigen Situation auf dem Halbleitermarkt voraussichtlich nur 25 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen aus dem oberbayerischen Amerang am späten Dienstagabend mit. Bislang hatte SZ Testsysteme mit einem Umsatz von 50 Millionen Euro gerechnet.

Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde 18 Millionen Euro betragen. Hierin seien eventuelle Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen noch nicht berücksichtigt. Das Unternehmen teilte mit, auch bislang ein negatives Betriebsergebnis erwartet zu haben, allerdings nicht in dieser Höhe.

SZ Testsysteme begründete die gesenkten Erwartungen mit der aktuell schlechten Situation in der Halbleiterindustrie. Infolge dessen hätten Kunden Großaufträge verschoben. Wegen des kaum abzuschätzenden Investitionsverhaltens der Kunden habe die Gesellschaft Kosteneinsparungen eingeleitet. So werde die Mitarbeiterzahl um 90 auf rund 300 verringert.

Mit rund 50 Millionen Euro Eigenkapital und einem ausreichenden Finanzierungsrahmen könne die SZ Testsysteme AG die schwierige Situation aber gut überstehen, hieß es. Der Vorstand sehe "keine substanzielle Gefährdung des Unternehmens".

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