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Und damit zurück in die nicht angeschlossenen Funkhäuser

Jetzt heulen sie, die Radiosender. Künftig darf die Fußball-Bundesliga sie zur Kasse bitten, wenn Bericht erstattet wird. Erlaubt sei die Frage: Warum eigentlich nicht?

Jetzt heulen sie, die Radiosender. Künftig darf die Fußball-Bundesliga sie zur Kasse bitten, wenn Bericht erstattet wird. Erlaubt sei die Frage: Warum eigentlich nicht?

Der Anwalt von Radio Hamburg, Stefan Engels, kritisierte dagegen: „Mit dem Urteil wird die journalistische Eigenleistung des Hörfunkreporters zu Unrecht den Vermarktungsinteressen der Bundesliga untergeordnet.“ Er regte eine letztgültige Klärung durch das Bundesverfassungsgericht an.

Klar, muss er sagen. Aber vermutlich ist auch ihm klar: Es gibt keinen Grund, Radio- und Fernsehsender unterschiedlich zu behandeln. Natürlich würde gerne jeder kostenlos berichten, die TV-Anstalten schließlich auch. Doch wenn der eine zahlen muss, muss es eben auch der andere - es sei denn, die Deutsche Fußball-Liga entdeckt plötzlich einen Hang zur Gemeinnützigkeit (womit nun wirklich nicht zu rechnen ist).

Doch sicher ist auch: Die Bundesliga braucht Berichterstattung fast genauso dringend wie die Sender die Bundesliga. Liegt der geforderte Preis also zu hoch, könnte geschwiegen werden. Oder attackiert. Ich bin mir sicher, in Hamburg würde es richtig kochen, wenn die Lokalsender statt AOL-Arena penetrant zum Volksparkstadion zurückkehren würden. Solch ein kleiner Lokalkrieg wäre auf jeden Fall sehr hübsch zu beobachten. Und könnte den HSV stärker unter Druck setzen, als man zunächst annehmen mag - schließlich sitzt auch der Namenssponsor des Stadions in der Stadt.

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