Unehrlichkeit hat Hochkonjunktur
Grauzone Deutschland: Die Raffgier-Republik

Gehören Sie zu den 53 Prozent der Bevölkerung, die einer Umfrage zufolge zugeben, skrupellos geworden zu sein, weil sie sich durch zu hohe Abgaben und Steuern geschröpft fühlen? Unehrlichkeit, Bestechung und Betrug haben Hochkonjunktur. DMEuro sagt Ihnen, wie es in der "Raffgier-Republik" zugeht.

DÜSSELDORF. Kein Zweifel, es ist etwas faul im Sozialstaat Deutschland. Ob öffentlich in Behörden und privat in Betrieben, in der Steuererklärung oder in der Schadenabrechnung mit der Versicherung, hinter der biederen Fassade der Wohlanständigkeit betuppen die Bundesbürger, wo sie können. Der angerichtete Schaden ist immens. "15 Prozent oder rund zehn Milliarden Euro der vom Staat gezahlten Sozialleistungen, wie beispielsweise Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld und Bafög, werden missbräuchlich in Anspruch genommen", schätzt der Esslinger Sozialwissenschaftler Werner Bruns.

Das ist noch wenig im Vergleich zu den rund 65 Milliarden Euro Steuer- und Sozialversicherungsausgaben, die dem Fiskus und den Sozialversicherungskassen wegen der Schwarzarbeit durch die Lappen gehen. Hinzu kommen 16 Milliarden Euro, die Anleger im Jahr nach Schätzungen der deutschen Steuergewerkschaft am Fiskus vorbei mogeln, weil sie Zinserträge aus Luxemburger und Schweizer Konten verschweigen.

Kein Wunder, dass laut einer internationalen Studie 75 Prozent der Bundesbürger es durchaus in Ordnung finden, zum eigenen Vorteil zu lügen. Den Missbrauch von Sozialstaat und Versicherungen tolerieren immerhin 43 Prozent, Bestechung und Bestechlichkeit sogar 47 Prozent.

Nach dem Motto "jahrelang habe ich etwas eingezahlt, jetzt will ich mir was zurückholen", prellen Versicherungsbetrüger die Assekuranzen jährlich um vier Milliarden Euro, weil sie Auto- und Haftpflichtschäden türken. Die Dunkelziffer liegt noch höher. Den Preis der individuellen Profitsucht zahlt die Allgemeinheit mit höheren Versicherungsbeiträgen.



Wie Unehrlichkeit, Bestechlichkeit, Betrug der Bundesregierung schaden, lesen Sie bei DMEuro.com



Darüber hinaus behauptet der Mönch und Unternehmensberater Augustinus Graf Henckel von Donnersmarck in einem Interview mit DMEuro über Steuer- und Wirtschaftssünder: "Die Sitten verwildern".

Quelle: DMEuro

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