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Uneinheitlich

Gerade noch geschafft. Der Dow Jones Index schloss am Donnerstag 57 Punkte über dem Vortageschlusskurs und schaffte wieder den Sprung über die 10.000 Punkte-Marke. Der Nasdaq Index musste Verluste hinnehmen. Er schloss mit 31 Punkten im Minus. Nach dem schwarzen Mittwoch, haben die Investoren erst einmal innegehalten. Eine Erholung an den asiatischen und europäischen Börsen nahm am Donnerstag die Angst, dass es um die Weltwirtschaft so schlecht steht wie zunächst befürchtet. Nichtsdestotrotz hagelte es am Donnerstag Gewinnwarnungen von Intuit, Compaq, AMR und UAL.

Erholen konnten sich vor allem Finanzwerte. Nachdem am Mittwoch Gerüchte über mögliche Bankpleiten in Japan für starke Kurseinbrüche vor allem bei den Finanztiteln sorgten, beruhigte Goldman Sachs die Anleger. Das Brokerhaus hält die Befürchtung, dass eine mögliche Bankenkrise in Asien auch die US-Banken negativ beeinflussen könnte, für überzogen.



Übernahmegerüchte, von der die Washington Post berichtet hatte, beflügelten den Kurs von Sprint und Worldcom. Die Tageszeitung hatte darüber spekuliert, dass für Sprint ein Kaufangebot von BellSouth vorliegt. SBC Communications sei an Worldcom interessiert. So schloss Worldcom als Gewinner des Nasdaq Indexes.



Erleichterung rief bei Investoren auch eine Stellungnahme von Nokia hervor. Das finnische Unternehmen spricht nicht wie befürchtet eine Gewinnwarnung aus. Obwohl die Handy-Verkäufe geringer ausgefallen werden, bestätigte der größte Mobiltelefon-Hersteller der Welt seine Prognosen. Auch andere Handyhersteller konnten daraufhin zulegen.



Doch an Verlierern fehlte es am Donnerstag nicht. Rambus stürzte um 31 Prozent in die Tiefe. Eine Internetseite hatte das Gerücht verbreitet, dass der Chiphersteller eine Patentklage gegen Infineon voraussichtlich verlieren wird. Rambus wirft Infineon die Verletzung von Patenten vor und hat den Konzern auf Schadensersatz verklagt.



Oracle

und Intuit führten die Verliererliste des Nasdaq Indexes an. Intuit hatte im Handelsverlauf eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Der Hersteller von Finanzsoftware reduzierte sein Umsatzwachstum für das laufende Quartal und das Gesamtjahr. Daher tendierte Oracle im Vorfeld seiner Ergebnismeldungen ebenfalls schwächer. Nach Börsenschluss kamen dann das Ergebnis: Der Hersteller von Unternehmenssoftware konnte mit 18 Cents genau die Schätzungen des Marktes erreichen, nachdem Oracle bereits vor einigen Wochen seine Aussichten reduziert hatte.



Am Nachmittag warnte AMR. Die Muttergesellschaft von American Airlines sagte, dass sie einen "leichten Verlust" für das erste Quartal erwartet. Die Wall Street hatte mit einem Gewinn von 34 Cents pro Aktie gerechnet. Nach Delta Airlines, Northwest Airline, UAL, die Holding von United Airlines, ist AMR die vierte Fluggesellschaft, die in dieser Woche gewarnt hat. UAL hatte seine Prognosen auch am Donnerstag revidiert.



Nach Handelsschluss kamen dann Nachrichten von Compaq. Der Computerhersteller wird 5000 Jobs abbauen und hat eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Das Unternehmen geht davon aus, das es für das erste Quartal die Gewinnschätzungen nicht erreichen kann. Der Gewinn wird nun nur noch 14 Cents pro Aktie betragen. Analysten hatten mit 19 Cents pro Aktie gerechnet.

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