Uneinheitliche Vorgaben aus den USA
Europäische Börsen schließen schwächer

Kursverluste bei Technologie- und Telekommunikationswerten drückten auf die europäischen Märkte.

reuters. Die europäischen Börsen haben am Donnerstag schwächer geschlossen. Kursverluste bei Technologie-und Telekommunikationswerten drückten auf die europäischen Märkte, hieß es bei Händler. Die Vorgaben aus den USA waren zunächst uneinheitlich. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index eröffnete schwächer, drehte aber ins Plus und notierte zum Zeitpunkt des Börsenschlusses in Frankfurt um 0,38 % höher bei 3672,47 Punkten. Der Dow-Jones-Index der 30 Standardwerte notierte mit einem Plus von 0,07 % bei 10 695,23 Punkten fast unverändert. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz fiel um 1,11 % auf 4827,53 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) verlor 1,89 % auf 4995,39 Punkte.

London - FTSE schließt auf Fünf-Wochen-Tief

Der Londoner Aktienhandel hat auf Grund von Kursverlusten bei den Telekommunikations- und Bankenwerten auf einem Fünf- Wochen-Tief geschlossen. Die Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses der Bank von England, die Leitzinsen unverändert zu lassen, sei von den Marktteilnehmern ignoriert worden. Händlern zufolge ist das Augenmerk auf die Aktien der TMT-Branche und auf Bankentitel gerichtet gewesen. Der FTSE-Index verlor 1,16 % auf 6317,1 Zähler. Schwächen zeigten besonders Telekommunikationstitel wie Vodafone, die 2,5 % verloren. Cable & Wireless gaben fünf Prozent nach. Im Bankensektor fielen Barclays um 3,7 %, obwohl der Konzern sein Halbjahresergebnis nahezu verdoppelt hat.

Zürich - SMI-Index schließt leichter

Im Schweizer Handel hat der SMI-Index leichter geschlossen. Pharma- und Nahrungsmittelwerte sowie Finanztitel hätten sich trotz einzelner Gewinnmitnahmen recht gut im Markt gehalten, sagten Händler. Das Barometer verlor 1,63 % auf 8137,7 Punkte. Finanzkonzern UBS schlossen bei einem Kurs von 242,50 Franken leichter. UBS plant zur Finanzierung der Übernahme des US-Brokerhauses Paine Webber eine Kapitalerhöhung. Nestle stiegen um 28 Franken, während Novartis sich um drei Franken ermäßigten.

Paris- High-Tech-Titel unter Druck

An der Pariser Börse sind am Donnerstag Technologietitel unter Druck geraten. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen zeigte sich davon belastet und schloss auf dem tiefsten Stand seit dem 30. Mai. Der CAC-Index verlor 2,68 % auf 6354,93 Zähler. Alcatel gaben 6,58 % nach, STMicroelectron verloren 6,85 %. France Telecom notierten um 1,79 % schwächer bei 131,4 Euro. Societe Generale fielen trotz Ergebniszahlen über den Erwartungen um über neun Prozent.

P Mailand - MIB30-Index deutlich schwächer

Die Italienischen Aktien folgten den negativen Vorgaben der übrigen Börsen. Der MIB30-Index der Mailänder Börse schloss mit einem Minus von 1,62 % bei 45471 Punkten deutlich schwächer. Ausschlaggebend seien die Verluste bei Telekommunikationstiteln, hieß es am Markt. Telecom Italia verloren im Einklang mit anderen Branchentiteln über zwei Prozent. Aufwärts ging es für Energiegruppe Eni, die zeitweise auf Jahreshöchstniveau notierten. Banca Intesa zeigten sich bei hohen Umsätzen stabil.

Madrid - Ibex-Index gibt nach

In Madrid gaben der 35 Werte umfassende Ibex-Index 1,8 % auf 10 453 Zähler nach. Indexschwergewicht Telefonica gab 3,93 % ab. Der Konzern hatte angekündigt, die Kapitalerhöhung mit der Ausschüttung von 213,4 Mill. neuer Aktien zur Übernahme von Endemol abgeschlossen zu haben. Die Biotechnologie-Aktie Zeltia, die nach Spekulationen über einen möglichen Einstieg des britischen Pharmakonzerns Glaxo Wellcome am Vortag zugelegt hatten, verlor über fünf Prozent.

Amsterdam - AEX-Index schwächer

Der AEX-Index hat mit einem Abschlag von 1,36 % auf 666,75 Punkte geschlossen. Chemiekonzern DSM gaben nach der angekündigten Übernahme der Pharmasparte des US-Konzerns Catalytica Teile ihrer Gewinne wieder ab und gingen mit einem Plus von 1,34 % aus dem Handel. Royal Dutch/Shell gewannen nach einer Gewinnsteigerung von 95 % im 2. Quartal um knapp drei Prozent auf 66,53 Euro. Schwächer waren ASM Lithography, die über zehn Prozent abrutschten.

Wien - ATX-Index schließt leichter

Die Wiener Börse hat im Sog der internationalen Märkte leichter geschlossen. Der 21 Werte umfassende ATX notierte um 0,1 % tiefer auf 1166 Punkten. Die Verluste seien jedoch nicht so dramatisch ausgefallen, weil sich Bank Austria nicht so stark nach unten bewegt hätte, sagte ein Händler. Die Titel das Bankhauses gaben auf 61,65 Euro nach.

Brüssel - BEL20-Index leichter

In Brüssel gab der Bel20-Index bei laut Händlern ruhigem Geschäft um 0,28 % auf 3046 Punkte nach. Agfa Gevaert gaben 0,19 % ab. Schwergewicht Fortis gaben um 1,82 % nach, und lagen bei 32,89 Euro. Softwarefirma Real Software verloren nach einer Gewinnwarnung 0,54 %.

Stockholm - OMX-Index im Minus

Fallende Telekommunikationstitel haben die Aktienkurse an der Stockholmer Börse um über drei Prozent gesenkt. Der 30 Werte umfassende OMX-Index schloss um 3,37 % tiefer auf 1255,50 Punkten. Börsenschwergewicht Ericsson verlor 11,50 Kronen auf 161,50 skr, Rivale Nokia gab 27 Kronen ab. Bekleidungshersteller Hennes & Mauritz fielen als Reaktion auf den von Konkurrent Gap verkündeten Umsatzrückgang im Juni um 4,50 Kronen.

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