Uneinheitliche Vorgaben aus den USA
Neuer Markt mit Kursabschlägen

Die Wachstumswerte am Neuen Markt haben ihre Erholung vom Montag nicht fortgesetzt und den zweiten Tag der Handelswoche mit Abschlägen begonnen.

dpa-afx FRANKFURT. Bis 9.22 Uhr verlor der Nemax 50 2,83 % auf 1 573,42 Punkte zu. Der alle Werte umfassende Nemax All-Share gab um 2,05 % auf 1 738,37 Zähler nach.

Die Vorgaben aus den USA waren uneinheitlich. Am Montag schloss der Blue-Chip-Index Dow Jones mit einem Plus von 1,92 % auf 9 687,53 Punkten. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index verlor hingegen 0,53 % auf 1 918,49 Zähler. Der marktbreitere S&P-500-Index legte um 1,13 % auf 1 152,69 Punkte zu.

Der Nemax 50 hatte am Montag deutliche Gewinne verzeichnet. Der Index schloss 6,12 % höher auf 1 619,23 Zählern. Der Nemax All Share legte ebenfalls kräftig zu und ging mit 1 774,71 Punkten aus dem Handel - einem Plus von 5,42 %.

Der Nemax 50 habe trotz des freundlichen Wochenauftaktes am Montag kein charttechnisches Kaufsignal geliefert, schreiben die Experten von Delbrück Asset Management. Daher sei der Index unverändert von der Kursentwicklung an der Nasdaq abhängig. Stärkster Wert war im frühen Handel Primacom . Die Aktien des Kabelnetzbetreibers legten 3,20 % auf 15,17 Euro zu.

Allgeier und Rhein Biotech mit Gewinnen

Die Aktien der Allgeier Computer AG gewannen 1,82 % auf 5,60 Euro. Das Unternehmen hatte Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 vorgelegt, die über den im Oktober 2000 reduzierten Prognosen lagen. Einem Vorjahresgewinn vor Steuern (EBT) von 0,2 Mill. Euro stand in 2000 ein Verlust beim EBT von 2,2 Mill. Euro gegenüber. Der Umsatz ging von 11,9 Mill. Euro im Jahr 1999 auf 9,7 Mill. Euro zurück. Allgeier hatte mit einem negativen EBT von 2,55 Mill. Euro und einem Umsatz von 9,2 Mill. Euro gerechnet.

Ebenfalls im Plus der Titel von Rhein Biotech , der um 4,84 % auf 103,80 Euro kletterte. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2000 einen Gewinn von 8,0 Mill. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 0,6 Mill. Euro zu Buche gestanden hatte. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 6,0 auf 60,4 Mill. Euro.

Die Aktien von Pfeiffer Vacuum kletterten um 6,36 % auf 42,50 Euro. Der Hersteller von Vakuum-Systemen steigerte den Gewinn je Aktie von 1,54 Euro im Jahr 1999 auf 2,24 Euro in 2000. Das Unternehmen kündigte eine Dividendenerhöhung von 1,54 Euro auf 2,24 Euro an. In den ersten beiden Monaten des laufenden Geschäftsjahres seien Umsatz und Auftragseingänge zweistellig angewachsen, teilte Pfeiffer mit.

Pixelpark verliert nach Vorlage von Geschäftszahlen

Papiere von Pixelpark verloren 11,83 % auf 6,41 Euro. Der Internet-Dienstleiter hatte für das Rumpfgeschäftsjahr (1. Juli bis 31. Dezember) einen Nettoverlust von etwa 15,6 Mill. Euro hinnehmen müssen. Der Umsatz lag nach Unternehmensangaben mit 52,3 Mill. Euro unter der vorläufigen Zahl von 55,0 Mill. Euro. Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug im Berichtszeitraum 10,0 Mill. Euro.

Die Anteilsscheine von D. Logistics verharrten auf ihrem Schlussstand vom Vortag von 37,99 Euro. Das Logistikunternehmen hatte über den Schätzungen liegende Ergebnis- und Umsatzzahlen bekannt gegeben und seine Planzahlen für die Jahre 2001 bis 2004 angehoben. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2000 mit 23,384 Mill. Euro über der Prognose von 22,95 Mill. Euro. Der Umsatz übertraf mit 382,5 Mill. Euro die Planung von 375 Mill. Euro ebenfalls.

Die Zahlen bei D. Logistics seien "keine Überraschung" gewesen, sagte Analyst Alexander Kitz vom Analystenhaus Performaxx. Im Vergleich zu den vorläufigen Zahlen habe es nur "die üblichen leichten Verschiebungen" gegeben. Die optimistischen Prognosen für das Wachstum bei Umsatz und Vorsteuergewinn seien zu einem Großteil in der Übernahme der CSC Holding begründet, eines Unternehmens, dass sich auf Flughafenlogistik spezialisiert hat.

Die Aktien von Heyde legten 2,17 % auf 2,35 Euro zu. Am vergangenen Freitag hatte das Unternehmen seine ursprünglich für den 27. März geplante Bilanzpressekonferenz auf den 10. April verschoben und sein Ergebnis um 32 Mill. DM nach unten korrigiert. Daraufhin hatten die Aktien gegen den Trend mehr als 11 % verloren.

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