Uneinheitlicher Verlauf
Wenig Bewegung an europäischen Börsen

An den meisten Handelsplätzen gerieten nach dem Ende der deutschen UMTS-Auktion Telekomtitel unter Druck. Händler sagten, dass die Papiere unter den hohen Preisen für die Mobilfunklizenzen gelitten hätten. Hohe Preise verändern die Welt, das galt heute auch bei den den Aktien von Energiekonzernen, die vom hohen Ölpreis profitierten. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verbesserte sich bis zum Abend um 0,11 Prozent auf 4981 Zähler, der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) rutschte dagegen um 0,16 Prozent auf 5184 Punkte.

Reuters FRANKFURT. Die Schwankungsbreite an den Börsen blieb heute gering.

LONDON - FTSE-Index freundlich

An der Londoner Börse ist der FTSE-100-Index um 0,39 Prozent auf 6543,7 Punkte gestiegen. Das ist der höchste Schlussstand seit elf Wochen. Händler sprachen von recht guten Umsätzen. Auf der Gewinnerseite ragten trotz der Teilnahme an der deutschen UMTS-Auktion British Telecom mit einem Plus von 3,1 Prozent heraus. Händler verwiesen zur Begründung der Kursaufschläge auf einen Zeitungsbericht, wonach BT und der US-Telekomkonzern AT&T Corp angeblich über eine Fusion nachdenken. Der Netzwerktechnikanbieter Bookham sprang bei sehr hohen Umsätzen um 19,3 Prozent in die Höhe. Börsianer verwiesen auf Gerüchte, wonach die kanadische Nortel Networks an einer Übernahme von Bookham interessiert sein könnte.

ZÜRICH - SMI-Index knapp behauptet

Die Schweizer Börse hat nach dem kleinen Eurex- und Options-Verfall etwas leichter geschlossen. Händler sprachen von einem ruhigen Verfall, der vor allem von Positionsbezügen in Werten geprägt gewesen sei, die Zahlen vorgelegt hätten oder in der kommenden Woche damit aufwarten würden. So sei ein Teil der Kursentwicklung auf die Erholung von Roche zurückzuführen. Roche waren am Vortag im Anschluss an das Halbjahresergbnis über vier Prozent eingebrochen. Der SMI-Index sank 8,9 Zähler auf 8251,9.

PARIS - France Telecom zieht CAC nach unten

In Paris präsentierte sich die Börse wegen eines Kursrutsches bei France Telecom leichter. Der CAC-Index für die 40 größten Unternehmen ermäßigte sich um 0,62 Prozent auf 6594 Zähler. France Telecom gaben nach dem Erwerb einer deutschen UMTS-Lizenz zusammen mit Mobilcom um 5,2 Prozent auf 129,0 Euro nach. Gegen die allgemeine Markttendenz konnten sich dagegen TotalFinaElf stemmen. Das Papier erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 177,2 Euro. Im Handelsverlauf hatte die Aktie sogar ein neues Jahreshoch bei 179,5 Euro markiert. Händler erklärten den Kursaufschlag mit den hohen Ölpreisen.

MAILAND - Mib30-Index von Telekomschäche geprägt

Im Mailänder Aktienhandel überschattete das Ende der deutschen UMTS-Auktion das Marktgeschehen. Der MIB30-Index fiel um 0,49 Prozent auf 47.025 Zähler. Die Telekomgesellschaften Telecom Italia und Olivetti waren die größten Verlierer im Index mit Abschlägen von 2,8 beziehungsweise 2,5 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen dagegen die Aktien des Energiekonzerns ENI , die im Schlepptau der hohen Ölpreise um gut drei Prozent kletterten.

MADRID - Ibex-Index wegen Telefonica schwächer

An der Börse in Madrid hat der Ibex-Index belastet von den hohen Kursverlusten bei Telefonica schwächer geschlossen. Das Börsenbarometer ging mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 11.065,5 Punkten aus dem Handel. Indexschwergewicht Telefonica brach um mehr als fünf Prozent ein. Bereits am Vortag hatte die Aktie herbe Verluste einstecken müssen. Marktteilnehmer sagten, der Erwerb einer deutschen UMTS-Lizenz und der damit verbundene Finanzierungsaufwand habe den Kurs belastet. Telefonica ist mit 28 Prozent im 35 Werte umfassenden Ibex-Index gewichtet.

AMSTERDAM - AEX-Index leicht aufwärts

An der Amsterdamer Börse sind die Kurse leicht gestiegen. Der AEX-Index beendete den Handel 0,26 Prozent höher auf 693,75 Punkten. Händler erklärten die Aufwärtstendenz mit einer Rally bei den Technologiewerten. So kletterten ASM Lithography 3,9 Prozent auf 44,08 Euro und Philips Electronics 3,4 Prozent auf 53,70 Euro. Nachdem sich der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa wegen zu hoher Lizenzkosten aus dem UMTS-Konsortium mit E-Plus, KPN und der japanischen NTT Docomo zurückgezogen hatte, stürzte die Aktie der niederländischen KPN um 5,6 Prozent auf ein neues Jahrestief.

WIEN - ATX-Index kaum verändert

Kaum verändert hat die Börse in Wien geschlossen. Der 22 Werte umfassende ATX-Index schloss hauchdünn über dem Vortagesschluss auf 1177,66 (1177,06) Punkten. Vier Aktien waren höher und acht Werte schwächer. "Die Stimmung ist gut gewesen, das Volumen war okay", sagte ein Börsianer. Insgesamt wurden im ATX 1,1 Millionen Stück in Einzelzählung verbucht. Der Rückgang der Bank Austria auf 60,30 (62,30) - im Gefolge der HVB -Aktie, die über drei Prozent nachgab - sollte nur temporär gewesen sein. Gegen Schluss war die Bank Austria nach Gewinnmitnahmen bis auf 60 abgerutscht.

BRÜSSEL - BEL20 nach volatilem Verlauf behauptet

Die Aktienbörse in Brüssel schloss nach einem volatilen Handelsverlauf in Folge des kleinen Verfalls am Terminmarkt kaum verändert. Der BEL20-Index gab um moderate 0,03 Prozent auf 3154 Zähler nach. Zu den Gewinnern gehörten die Finanztitel. So zogen Fortis um 0,7 Prozent an. Der Markt gehe davon aus, dass die US-Notennbank bei ihrem nächsten Treffen keine Zinserhöhung vornehmen werde, hieß es zur Begründung.

STOCKHOLM - OMX-Index unverändert

An der Stockholmer Börse war die Tendenz unverändert. Der OMX-Index schloss wie am Vortag auf 1311 Punkten. Der wertmäßige Umsatz blieb mit 14,1 Milliarden Schwedischen Kronen "dünn". Indexschwergewicht Ericsson legte um zwei skr auf 185 skr zu. Rivale Nokia verbesserte sich um 9,5 skr auf 380,5 skr. Die Aktien des Telekomanbieters Telia gaben dagegen 3,5 skr auf ein neues Allzeittief von 66,5 skr nach. Die Investoren seien nach Vorlage der Halbjahreszahlen nach wie vor negativ für den Wert gestimmt, hieß es.

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