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Unentschieden an der Börse

Am großen Wahltag sind die Indizes am frühen Börsenmorgen unentschieden. Der Dow Jones Index befindet sich in der Gewinnzone. Der Nasdaq Index eröffnet im Minus. Wie schon gestern erwartet man weiterhin ein geringes Handelsvolumen. Doch die Marktstrategen in den USA sind zuversichtlich, dass die US-Börsen nach den heutigen Präsidentschaftswahlen positiv tendieren dürften. Mit dem Ende der Wahlen wird die Unsicherheit der Anleger weichen.

Ken Courtis von der Investmentbank Goldman Sachs geht von sehr starken Märkten aus. Ein Wahlsieg von George W. Bush dürften Tabak-, Pharma- und Rüstungsaktien profitieren. Bei einem Sieg von Al Gore dürften High-Tech Aktien den Markt anführen. Auch Elisabeth Mackay von Bear Stearns rechnet mit einer positiven Reaktion der Wall Street auf das Ende der Wahlen in den USA. Als weiteres Plus könnten sich Zinssenkungen im kommenden Jahr erweisen.



Negative Impulse bekommen Technologie-Werte heute von Cisco. Obwohl der Netzwerkausstatter wie üblich bessere Ergebnisse gemeldet hat als von den Analysten erwartet. Der Gewinn pro Aktie liegt bei 18 Cents, die Umsätze konnten um 66 Prozent gesteigert werden. Doch Anleger sehen Sand im Getriebe der Verkaufsmaschine Cisco. Aufträge aus dem Telekommunikationsbereich sind um weniger als zehn Prozent angestiegen. Auch Cisco Zulieferer PMC-Sierra und Applied Micro Circuits fallen.



Der Telekom-Konzern Voicestream befindet sich unter den Nasdaq Gewinnern. Voicestream, das von der Deutsche Telekom übernommen werden soll, profitiert von seinen gestern vorgelegten Ergebnissen für das dritte Quartal. Zwar fiel der Verlust mit 3,03 Dollar pro Aktie größer aus als das von den Analysten im Schnitt erwartete Minus von gut zwei Dollar pro Aktie. Das Ergebnis übertraf jedoch die weitaus pessimistischeren Flüsterschätzungen, die bis zu einem Minus von 3,55 Dollar reichten.



Trotz guter Nachrichten verliert Adobe im frühen Handel. Der Hersteller von Grafiksoftware hat die Zielvorgaben für das kommende Jahr erhöht. Danach wird das Unternehmen 2001 einen größeren Gewinn erzielen, als bisher erwartet wurde. Als Begründung nennt das Management geringere Forschungsausgaben. Die Absatzzahlen werden voraussichtlich um mindestens 25 Prozent im vierten Quartal und im kommenden Jahr wachsen. Die Aktie von Adobe hat sich im laufenden Jahr bereits mehr als verdoppelt.



Verticalnet steckt Kursverluste ein. Der Branchendienst für den B2B-Sektor hat angekündigt, Sierra Cities für 133 Millionen Dollar in Aktien zu übernehmen. Mit dem Kauf soll den Kunden von Verticalnet auch ein Finanzservice erschlossen werden. Aktionäre von Sierra Cities erhalten sieben Dollar pro Aktie. Das entspricht, gemessen am Schlusskurs vom Montag, einer 65-prozentigen Prämie. Der Sierra Cities Aktie dürfte die Übernahme heute deutlich beflügeln.



Im Laufe des Tages erwartet die Wall Street die neuesten Zahlen zu den Konsumentenkrediten. Quartalszahlen meldet der Ölkonzern BP Amoco und Büroausstatter Officemax. Mit Spannung werden die Ergebnisse von Wal Mart erwartet. Die Entwicklung des Einzelhandels in dieser Woche dürfte sich hauptsächlich an dieser Meldung orientieren.

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