Unentschieden gegen Eindhoven
Dortmund muss zittern

Borussia Dortmund muss um den Einzug in die Zwischenrunde der Champions League zittern. Der deutsche Fußball-Meister kam am Dienstagabend auf eigenem Platz gegen den PSV Eindhoven nicht über ein 1:1 hinaus.

HB/dpa DORTMUND. Borussia Dortmund hat seine glänzende Ausgangsposition für den Einzug in die Zwischenrunde der Champions League leichtfertig verspielt und muss nun vor den abschließenden beiden Spieltagen ums Weiterkommen in der Gruppe A zittern. Stürmer Jan Koller brachte die Dortmunder vor 47 000 Zuschauern im Westfalenstadion in Führung (10.). Arnold Bruggink (47.) erzielte den Ausgleich für das Team von Guus Hiddink.

Trainer Matthias Sammer hatte nach dem dürftigen 0:0 in der Bundesliga gegen Bielefeld einige Änderungen vorgenommen. Lars Ricken stürmte an Stelle von Marcio Amoroso. Neben dem Edel-Joker musste auch Torsten Frings auf der Bank Platz nehmen, der den Brasilianer öffentlich kritisiert hatte. Der Nationalspieler wurde geschont, für ihn durfte Sebastian Kehl im Mittelfeld ran. Verteidiger Christoph Metzelder fehlte nach einer Nasen-Operation. Jörg Heinrich meldete sich kurzfristig wegen Nackenproblemen ab. Ahmed Madouni verstärkte deshalb die Vierer-Abwehrkette.

Sammers Maßnahmen griffen vor allem im Offensivspiel. Im Angriff war mehr Bewegung, die drei Stürmer gingen auf jede Idee des glänzend aufgelegten Spielmachers Tomas Rosicky ein. Schon nach zehn Minuten nutzte Koller eine Standardsituation. Rosicky suchte bei einem Freistoß von der rechten Seite seinen tschechischen Landsmann. Der Zweimeter-Riese profitierte bei seinem Kopfball-Tor von einem Fehler des PSV-Torhüters Ronald Waterreus im Fünfmeterraum. Es war Kollers drittes Tor in der Champions League.

Im Gegenzug wäre die Führung beinahe wieder dahin gewesen, doch der seit Wochen in guter Form spielende BVB-Torwart Jens Lehmann klärte gegen den enteilten Jugoslawen Mateja Kezman (13.). Ein 25- Meter-Heber von Bruggink landete auf dem Tornetz (20.). Danach spielte in der ersten Halbzeit nur noch Dortmund, kam pfeilschnell über die Flügel und war vor allem bei Standards gefährlich. Nach einer Flanke von Stefan Reuter klärte Andre Ooijer im letzten Moment gegen Koller (31.), einen Kopfball von Kehl holte Kasper Bögelund von der Linie (33.), Evanilson zog seinen Flachschuss aus halbrechter Position knapp am linken Pfosten vorbei (39.).

Bei diesen Szenen wurde das große Manko der Dortmunder deutlich: Sie gehen zu verschwenderisch mit ihren Torchancen um. So blieb es beim 1:0 zur Pause, was Michael Meier dennoch zuversichtlich stimmte: "Die Mannschaft hat ein starkes Nervenkostüm. Ich glaube, dass sie den Vorsprung nach Hause bringen kann", sagte der BVB-Manager.

Er irrte. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff stand es nur noch 1:1. Bruggink überraschte Lehmann mit einem knallharten Schuss von der Strafraumgrenze (47.), und Dortmund musste plötzlich wieder zittern. Reine Nervensache, dass Ricken völlig frei an Waterreus scheiterte (57.), Evanilson (69.), Frings (81.) und Amoroso (89.) fanden im PSV-Keeper ebenfalls ihren Meister.

Auch in die Abwehr zog plötzlich Unsicherheit ein, und Eindhoven war einem zweiten Tor nun näher als die Gastgeber. Auch die Einwechslung von Amoroso und Frings in der Schlussphase konnte daran nichts ändern.

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