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Unentschieden

Die New Yorker Indizes pendeln zwischen Gewinn- und Verlustzone. Noch geben sie keine Richtung vor. Investoren können sich nicht entscheiden, wie sie negativ ausgefallene Wirtschaftsdaten deuten sollen und ob sie gute Nachrichten aus dem Pharmabereich freut.

Negative Impulse gibt die Rede des Vizepräsidenten Al Gores an die Börsen ab. Gestern Abend gab der Vizepräsident bekannt, die vom Staate Florida bestätigte Wahl von George W. Bush anzufechten. Das bedeutet, dass sich der ohnehin schon ewig lange Wahlprozess noch weiter hinziehen könnte.



Belastend auf den Markt wirken sich die Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Güter aus. Neue Aufträge sind demnach stark gesunken. Im Oktober sind die Aufträge von Produkten des Flugzeugbaus, elektronischen Güter und Metall um 5,5 Prozent gegenüber einem Anstieg von 2,4 Prozent im September gesunken. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Hersteller unter hohen Zinsen und einer weltweitsinkenden Nachfrage leiden.



Merck

steht im frühen Handel auf der Dow Gewinnerliste. Das Wall Street Journal berichtete, dass Merck ein Venture Kapital Fonds geschaffen hat. Dieser Fonds investiert in Technologieunternehmen und soll die Kommunikation zwischen Ärzten, Patienten und Medikamentenherstellern verbessern.



Auch Eli Lilly startet gut in den Tag. Der Pharmakonzern bringt zusammen mit Icos ein Konkurrenzprodukt zum Potenzmittel Viagra auf den Markt. Das Präparat Cialis hat nach Angaben des Unternehmens weniger Nebenwirkungen als Viagra. Unterstützung bekam Eli Lilly gestern auch von Analystenhaus ING Barings. Die Zukunftsprognosen für Eli Lilly seien sehr positiv.



Nachdem Goldman Sachs bereits gestern den E-Commerce-Sektor mit negativen Kommentaren belastete, greift Merrill Lynch einzelnen Werten am Morgen unter die Arme. Wachstumsbedenken hatten Ariba zum Wochenauftakt das Leben schwer gemacht. Die Analysten halten die Bedenken jedoch für überzogen und empfehlen die Aktie zum Kauf. Ariba habe ein Jahr vor Plan die Gewinnzone erreicht und könnte schon im kommenden Fiskaljahr einen Umsatz in Höhe von einer Milliarde Dollar erreichen, sagte ein Analyst.



Cornflakes-Hersteller Kellogg eröffnet im Minus. Der Konzern erwartet eher unerfreuliche Quartalszahlen für das vierte Quartal. Hohe Energiekosten, das schlechte Wechselkursverhältnis von Dollar zu Euro schadeten dem Unternehmensergebnis in den vergangenen Monaten. Zwar ist die anstehende Unternehmensrestrukturierung positiv zu werten, doch fallen durch die Integration von Keks-Konzern Keepler Kosten von 50 bis 70 Millionen Dollar an.



Positive Impulse sollten den Kurs von Wendys beflügeln. Die Fastfood-Kette hebt die Wachstumsprognosen für das vierte Quartal von 14 bis 17 Prozent auf 17 bis 19 Prozent an. Der hohe Absatz in Nordamerika soll zu dem höheren Gewinn beigetragen haben.



Für Daimler geht es weiter in den Abgrund. Denn auf schlechte Umsatzzahlen folgte gestern Abend eine Klage. DaimlerChryslers drittgrößter Anteilseigner, der 83jährige Milliardär Kirk Kerkorian, hält den größten Anteil an Chrysler und ist nun drittgrößter Einzelaktionär von DaimlerChrysler. Er klagt nun, dass die Fusion zwischen Daimler und Chrysler nicht rechtmäßig zustande gekommen sei. Die Deutsche Bank unterstützte die Aktie am Morgen mit positiven Kommentaren und einer Kaufempfehlung.

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