Unerwartet gute Zahlen bei Senator
Mobilcom und Senator beflügeln Nemax

Mobilcom profitierte Börsianern zufolge von den Spekulationen um ein baldiges Ausscheiden des Firmengründers und Vorstandschefs Gerhard Schmid. Senator hatte am Morgen unerwartet gute Geschäftszahlen vorgelegt.

Reuters FRANKFURT. Der Auswahlindex Nemax 50 lag am frühen Nachmittag 1,8 Prozent im Plus bei 794 Zählern, nachdem er in den vergangenen beiden Wochen gut elf Prozent eingebüßt hatte. Der Nemax All Share gewann unterdessen 1,3 Prozent auf 828 Punkte. Die Terminkontrakte auf die US-Indizes deuten auf eine freundliche Eröffnung der Wall Street hin.

Mobilcom wegen Nicht-Entlastung Schmids stark gefragt

Die Aktien von Mobilcom lagen am Nachmittag 7,8 Prozent im Plus bei 16,11 Euro. Ein Händler sagte mit Blick auf einen Zeitungsbericht über eine baldige Ablösung Schmids: "Die Aktionäre wollen ihn loswerden und einen Neuanfang sehen."

Einem Zeitungsbericht von Freitag zufolge will der französische Mobilcom-Hauptaktionär France Telecom Schmid auszahlen und ihn als Vorstandschef ablösen. Auf der Hauptversammlung des Büdelsdorfer Unternehmens am Donnerstag hatten die Mobilcom-Aktionäre Schmid die Entlastung verwehrt. Einem dem Aufsichtsrat vorliegenden Sondergutachten zufolge hat Schmid gegen das Aktienrecht verstoßen, als er mit Hilfe von Mobilcom-Aktien aus dem Besitz seiner Ehefrau ein Aktienoptionsprogramm auflegte.

Senator mit unerwartet guten Zahlen

Die Titel von Senator legten um 2,4 Prozent auf 1,70 Euro zu. Am Morgen hatte der Filmproduzent und Rechtehändler für das erste Quartal eine operativen Gewinn bekannt gegeben. Experten hatten mit einem leichten Verlust gerechnet. Das Unternehmen bekräftigte zudem seine Prognose für das Gesamtjahr. Senator will 2002 wieder einen Netto-Überschuss ausweisen.

I-D Media ziehen sich aus Neuem Markt zurück

Am breiten Markt verbilligten sich die Aktien von I-D Media um 20 Prozent auf 1,08 Euro. Zuvor hatte das Unternehmen mitgeteilt, den Rückzug aus dem Neuen Markt zum 21. Juni beantragt zu haben. Ab dem 24. Juni solle das Papier im Geregelten Markt gelistet werden.

Die Papiere des Ticketvermarkters CTS Eventim gaben derweil um 17,9 Prozent auf 2,25 Euro nach. Das Unternehmen hat wegen der anhaltenden Konsumflaute seinen Verlust im ersten Quartal verdoppelt.

Zulegen konnten dagegen die Titel von Sachsenring, die sich um 20 Prozent auf 1,08 Euro verteuerten. Der Autozulieferer hatte am Donnerstag Insolvenz beantragt. Zuvor war das Papier auf Grund von Spekulationen um die bevorstehende Zahlungsunfähigkeit um knapp 80 Prozent eingebrochen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%