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Unerwartete Gelassenheit

Die Warnung von Cisco Systems wird an der Wall Street gelassener aufgenommen, als erwartet. Zwar notiert die Aktie des weltgrößten Netzwerkkonzerns weiterhin im Minus, doch schafften die Aktien der Komponentenzulieferer den Sprung in die Gewinnzone. Nach einem kleinen Spurt im frühen Handel fällt der Dow Jones ins ins Minus zurück. Der Nasdaq Index schafft zur Mittagsstunde den Sprung ist Plus.

Nach der morgendlichen Gewitterstimmung bei Cisco sorgen nun zuversichtliche Analystenkommentare für besseres Wetter. Die Aktie des weltweit größten Netzwerkkonzerns verliert rund fünf Prozent an Wert, nachdem die Unternehmensleitung vor enttäuschenden Umsatzdaten für das dritte Quartal warnte. Nun wird der weltweit größte Netzwerkkonzern von Goldman Sachs, Lehman Brothers und Credit Suisse unterstützt. Mit dem dritten Quartal dürfte Cisco nun das Schlimmste hinter sich gebracht haben, lautet die Hoffnung. Während Cisco weiterhin im negativen Terrain notiert, können einige Konkurrenten wieder durchatmen. Juniper Networks, JDS Uniphase und Ciena notieren im Plus.

Auch die Komponentenhersteller für den Netzwerksektor können sich zur Mittagsstunde von den Kursverlusten erholen. Solectron, Celestica, Jabil und Flextronic, die fast alle über zehn Prozent ihrer Umsätze durch Aufträge von Cisco generieren, notieren mittlerweile wieder im Plus. Der Turnaround hatte sich nach einer Reihe positiver Analystenkommentare abgezeichnet. Denn Ciscos Vorhaben, mehr als zwei Milliarden der Lagerbestände abzuschreiben, sei nahezu atembrauend, so Goldman Sachs. Mit der Bereinigung der Bilanz könnte sich die Auftragslage für die Komponentenzulieferer wieder verbessern. Die Experten von J.P. Morgen greifen dem Sektor ebenfalls unter die Arme.

Neben den Werten des Netzwerksektors treiben auch die Aktien von Chipherstellern Des Nasdaq Index ins Plus. Gespannt warten die Anleger auf die Quartalsergebnisse von Texas Instruments und Intel. Beide Chipkonzerne werden die Daten heute Abend veröffentlichen. Intel profitiert zusätzlich von der angekündigten Preissenkung beim Pentium 4 Prozessor. Mit der Maßnahme sollen die Lager geräumt werden, um Platz für neue, schnellere Chips zu schaffen.

Positiv reagierten die Anleger auch auf die Quartalszahlen von Johnson & Johnson. Der Pharma- und Medizintechnikkonzern konnte den Gewinn im ersten Quartal um 14 Prozent steigern. Der Gewinn lag mit 1,06 Cents je Aktie einen Cents über den allgemeinen Analystenschätzungen. Der Umsatz stieg um 6,5 Prozent auf 7,79 Milliarden Dollar. Neben Johnson & Johnson notiert auch Merck im Plus.

Auch Biotechnologieunternehmen erfreuen sich heute der zunehmenden Beliebtheit der Anleger. Amgen, Immunex und Biogen legen an Wert zu. Anleger schichteten ihr Kapital am Morgen von Technologiewerten zugunsten der Pharma- und Biotech-Titel um.

Auch Philip Morris steht nach dem verlängerten Osterwochenende auf der Einkaufsliste der Investoren. Der Tabak- und Lebensmittelgigant konnte die Analystenerwartungen im ersten Quartal mit einem Gewinn von 95 Cents pro Aktie um einen Cent schlagen. Der Umsatz stieg um elf Prozent. Die Aktie notiert 1,5 Prozent im positiven Bereich.

Weniger erfreulich geht es dagegen bei Dow Jones Kollege Eastman Kodak Der Fotokonzern halbierte den Gewinn gegenüber dem Vorjahr. Mit 157 Millionen Dollar oder 54 Cents pro Aktie wurden die Gewinnschätzungen dennoch um drei Cents pro Aktie überboten. Der Umsatz fiel um vier Prozent auf 2,98 Milliarden Dollar. Kodak wird Arbeitsplätze abbauen, um Kosten zu sparen.

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