Unesco nimmt neun weitere Stätten in Weltkulturerbe auf
Hohe Weihen für Stralsund und Wismar

Neben den Ostsee-Hansestädten Stralsund und Wismar sowie dem oberen Mittelrheintal hat die Unesco am Donnerstag sechs weitere Stätten in das Weltkulturerbe aufgenommen. Dazu gehören das zweithöchste Minaret der Welt im afghanischen Dscham und die Maya-Stätte Calakmul in Mexiko.

WiWo/ap BUDAPEST. Damit zählen jetzt insgesamt 730 Orte in mehr als 120 Ländern zum Weltkulturerbe, wie das in Budapest tagende Unesco-Welterbe-Komitee mitteilte.

Das 65 Meter hohe Minaret in Dscham stammt aus dem Jahr 1194. Es ist umgeben von weiteren Kulturschätzen, darunter den Ruinen dreier Wachtürme, einem Schloss und einem jüdischen Friedhof. Calakmul in Südmexiko gehört zu den besterhaltenen Maya-Stätten der Welt. Die Stadt wurde etwa 300 Jahre v. Chr. gegründet und erst 1931 entdeckt.

Ebenfalls auf die Liste aufgenommen wurden das Katherinenkloster auf der ägyptischen Halbinsel Sinai, das ungarische Weinbaugebiet Tokaj, der Tempelkomplex Mahabodhi in Indien, acht Barockstädte im sizilianischen Val di Noto sowie die historische Altstadt von Paramaribo in Surinam.

Die Unesco-Welterbekonvention hat sich zur Aufgabe gemacht, bedeutende Kultur- und Naturgüter in die Obhut der gesamten Menschheit zu stellen. Über die Aufnahme in die Liste des Welterbes befindet ein zwischenstaatliches Komitee, dem 21 Ländervertreter angehören.

Deutschland ist bisher mit 25 Eintragungen damit überdurchschnittlich in der Welterbeliste vertreten. Zuletzt wurden die Essener Zeche Zollverein, die Berliner Museumsinsel, die Wartburg und das klassische Weimar aufgenommen. Die erste Eintragung erreichte Deutschland 1978 mit dem Dom zu Aachen. Einzige eingetragene Naturstätte Deutschlands war bislang das Fossilienlager der Grube Messel bei Darmstadt.

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