Unfall laut Pressebericht sehr unwahrscheinlich
Djerba: Regierungskreise gehen von Anschlag aus

Bei der Explosion an einer Synagoge auf tunesischen Halbinsel Djerba gehen deutsche Regierungskreise nach einem Pressebericht von einem Anschlag aus.

dpa BERLIN/HAMBURG. Wie die "Bild"-Zeitung vorab aus ihrer Samstag-Ausgabe unter Berufung auf diese Quellen in Berlin berichtet, soll der Gas-Laster nach neuen Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden vor der Synagoge abgestellt gewesen sein. Der Fahrer habe dann offensichtlich die Sprengung ausgelöst, als die Polizei ihn kontrollieren wollte.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes sagte auf Anfrage, die Bundesregierung nehme Meldungen, die auf einen terroristischen Hintergrund hindeuteten, sehr ernst. Es lägen aber keine Erkenntnisse zur Ursache der Explosion vor, die eine abschließende Bewertung zuließen. Die Bundesregierung hat zwei Spezialisten des Bundeskriminalamtes (BKA) nach Tunesien gesandt.

Bisher waren die Behörden davon ausgangen, dass der Lastwagen sehr schnell auf die Synagoge zugefahren und dabei verunglückt sei. Laut "Bild" scheidet ein Unfall aber auch deshalb praktisch aus, weil der Lastwagen in den engen Straßen nahe der Synagoge nicht so stark hätte beschleunigen können, dass bei einem Aufprall eine derartige Explosion hätte ausgelöst werden können. Die Explosion vom Donnerstag forderte mindestens neun Tote, darunter mehrere Deutsche.

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