Ungarn heillos überfordert
Stuttgart siegt locker gegen Budapest mit 4:0

Mit einem 4:0-Sieg hat der VfB Stuttgart gegen Ujpest Budapest im Uefa-Pokal gewonnen. Die Stuttgarter haben damit den Einzug in die Millionen versprechende Gruppenphase des Pokals perfekt gemacht.

HB STUTTGART. Das Schützenfest gegen die heillos überforderten Fußballer aus Ungarn, die schon das Hinspiel daheim mit 1:3 verloren hatten, leitete am Donnerstag der zuletzt formschwache Andreas Hinkel in der 14. Minute ein. Cacau (57./62.) und Horst Held per Foulelfmeter (59.), nachdem Kapitän Karoly Erös den Stuttgarter Alexander Hleb umgerissen hatte, machten den zehnten Sieg in Serie für die in dieser Saison noch ungeschlagenen Schwaben perfekt.

Vor 23 000 Zuschauern im Stuttgarter Daimler-Stadion war der Bundesliga-Spitzenreiter dem 20-maligen ungarischen Meister in allen Belangen meilenweit überlegen. Dennoch dachten die Fans wehmütig an die vergangene Saison, als der VfB in der Champions League für Furore gesorgt hatte. Doch das ohne die Dauerverletzten Fernando Meira, Marco Streller, Boris Zivkovic, Kevin Kuranyi und auch Hakan Yakin angetretene Team von Matthias Sammer bewies dem Trainer, dass es auch im Uefa-Cup Hunger auf mehr hat. "Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt wird es sich zeigen, ob uns das viele Lob ausreicht - oder ob wir Hunger auf mehr haben", hatte der Coach vor der Partie gesagt.

"Wir spielen gut, müssen unsere Chancen aber auch nutzen", sagte der im Hinspiel schwer verletzte Kevin Kuranyi zur Halbzeit. Eine Ausnahme hatte nur der zuletzt heftig kritisierte Hinkel gemacht, der sich mit dem 1:0 den Frust von der Seele zu schießen schien. Nach prächtiger Einzelleistung wurde sein Distanzschuss abgefälscht und damit unhaltbar für den Budapester Schlussmann Geza Vlaszak, der in der 29. Minute eine sehenswerte Kombination über Philipp Lahm, Hleb und Cacau glänzend entschärfte.

Der Brasilianer Cacau war auch in Halbzeit zwei einer der lebhaftesten Stuttgarter. Doch manches Mal fehlte ihm das Auge für den Mitspieler, was ihm dank zweier Treffer (57./62) aber nachgesehen wurde. Das dritte Tor erzielte Held (59.) per Foulelfmeter. Den einzigen Schuss auf sein Tor musste Timo Hildebrandt in der 78. Minute parieren - Mühe machte ihm Peter Simeks Schuss freilich nicht.

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