Ungeachtet der schwachen US-Vorgaben
Tokioter Börse schliesst erneut höher

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch ungeachtet der negativen Vorgaben der Wall Street erneut höher geschlossen. Händler erklärten den Anstieg mit Kaufprogrammen öffentlicher Fonds und dem Kursgewinn des Elektronikkonzerns Sony.

Reuters TOKIO. Die Investoren seien zudem von guten Firmen-Ergebnissen ermuntert worden. Auch sei die Stimmung im Vorfeld des Treffens der Minister zu den Massnahmen zur Unterstützung des Aktienmarktes nicht schlecht gewesen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 0,67 Prozent auf 8244,91 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,34 Prozent auf 832,00 Zähler zu. Im Blickpunkt standen gemäss Händlern vor allem die Aktien von Sony, die bei sehr aktivem Handel um über vier Prozent kletterten. Sony hatte angekündigt, zum Jahresende eine neue PlayStation im Handformat auf den Markt zu bringen, mit der der Game Boy von Nintendo konkurrenziert werden solle. Nintendo stürzten darauf um fast acht Prozent ab. Seit Ende der 1980er Jahre dominiert Nintendo dieses Marktsegment.

Auch wenn Nintendo das Segment der tragbaren Spiele weiter dominieren dürfte, sei doch damit zu rechnen, dass Sonys Vorstoss die Margen von Nintendo schmälern könnte, sagte Makoto Suzuki von Chuo Mitsui Asset Management.

Weiter zulegen konnten NTT . Am Vortag hatte NTT mitgeteilt, der Fernmeldekonzern sei wieder in den schwarzen Zahlen. Tochter NTT DoCoMo A waren stabil.

Von einem positiven Abschluss profitierte auch Mitsubishi Chemical , die gegen sechs Prozent in die Höhe sprangen. Von einer Kaufempfehlung des Brokers Nomura im Anschluss an das in der Vorwoche veröffentlichte Ergebnis stimuliert, stiegen Sumitomo Heavy um gegen zehn Prozent.

Gegen Schluss der Sitzung hätten sich die Marktteilnehmer dann auf das Ministertreffen konzentriert. Zu den geplanten Massnahmen zur Stützung der Aktienbörse gehörten auch Regeln zur Entlastung des Marktes, die zu weniger Verkaufsdruck führen sollen sowie Käufe durch öffentliche Grossanleger.

"Wenn die Pensionsfonds der Unternehmen glauben, dass der Markt ein Aufwärtspotenzial hat, werden sie nicht mehr verkaufen", sagte Motoyoshi Uchida von Mizuho Investors Services. "Diese Massnahmen werden vielleicht die Verkäufe eindämmen, aber keine Käufe auslösen", sagte er. Damit würden die fundamentalen Probleme nicht gelöst und auch die Wirtschaft nicht angekurbelt.

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