Ungewisse Zukunft im All
Absturz des Astra-Satelliten vorerst verhindert

Zwei Tage nach dem Fehlstart des größten zivilen Satelliten Astra-1K ist dessen Absturz nach Darstellung der Betreibergesellschaft SES im luxemburgischen Betzdorf vorerst abgewendet.

HB/dpa BETZDORF. Technikerteams unter anderem von Alcatel Space und SES Astra hätten den Satelliten auf einer Umlaufbahn in 290 Kilometern Höhe stabilisiert, sagte SES-Sprecher Yves Feltes am Donnerstag. In dieser sicheren Position werde sein Zustand beurteilt. Der 110 Millionen Euro teure Satellit war am Dienstag mit einer russischen Rakete gestartet, hatte aber wegen Versagens einer Antriebsstufe seine Position in 36 000 Kilometern Höhe nicht erreicht.

Der Treibstoff reiche notfalls mehrere Monate aus, sagte Feltes. In dieser Zeit werde über die Zukunft des Satelliten entschieden. Eine kommerzielle Nutzung schloss SES Astra allerdings aus. Techniker hatten den zunächst verirrten Satelliten über Radar geortet und danach die bordeigenen Triebwerke aktiviert.

Nach 13 erfolgreichen Starts von Astra-Satelliten gebe es keinen Grund zur Besorgnis, sagte Feltes. "Die Kapazitäten der bisherigen Satelliten reichen aus", betonte Feltes. Der neue Kommunikationsriese sollte vor allem Regionen in Osteuropa "ausleuchten", bei Bedarf drei ältere Astra-Satelliten ersetzen und 112 Fernsehkanäle übertragen. Insgesamt kostete die Mission 260 Millionen Euro.

Astra erreicht nach eigenen Angaben 91 Millionen Haushalte in Europa und überträgt mehr als 1100 analoge und digitale Fernsehkanäle sowie Multimedia- und Internetdienste.

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