Ungewissheit über Rolle der Bundeswehr
Zwölf Staaten wollen Irak-Sicherheitskräfte stellen

Etwa zwölf Staaten sind nach britischen Angaben bereit, sich am Aufbau von Sicherheitskräften für den Irak zu beteiligen. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums sagte am Mittwoch, an einem Treffen in London zur Sicherheitslage im Irak hätten Offiziere aus etwa einem Dutzend Staaten teilgenommen.

Reuters LONDON. "Die Leute, die Offiziere schicken, haben ihre Bereitschaft angedeutet, sich auch zu beteiligen", sagte er. Welche Staaten dies seien, sagte er nicht. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin sagte, er wisse nichts von einer deutschen Beteiligung an dem Treffen. Dagegen bestätigten Dänemark und Polen ihre Teilnahme.

Nach dem Sturz der Regierung von Präsident Saddam Hussein war es in Teilen des Iraks zu Plünderungen und Unruhen gekommen. In den vergangenen drei Tagen wurden mehrere Iraker von US-Soldaten bei Demonstrationen gegen die Besatzer erschossen. Polens Verteidigungsminister Janusz Zemke sagte im polnischen Hörfunk, die US-Regierung habe sein Land um 4000 Soldaten gebeten, um eine der Besatzungszonen in Irak zu kontrollieren. Polen werde jedoch um US-Gelder für den Einsatz bitten, bevor es einem Einsatz zustimme.

Das dänische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe zwei Vertreter zu dem Treffen nach London geschickt. Es sei noch keine formelle politische Entscheidung über eine Entsendung von Sicherheitskräften gefallen, hieß es in dem Ministerium. Es wird aber erwartet, dass Dänemark 380 Soldaten entsenden wird.

Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) hatte in der Vergangenheit mehrfach gesagt, es sei zu früh, über einen Beitrag der Bundeswehr beim Aufbau einer Nachkriegsordnung im Irak zu sprechen. Gleichzeitig hatte er auf die starke Belastung der deutschen Armee durch laufende Auslandseinsätze hingewiesen.

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