Unglücksursache noch nicht klar
Tanker mit Schwefelsäure an Bord gesunken

Reuters PARIS. Im Golf von Biskaya ist am Dienstag der Tanker "Balu" mit 8 000 Tonnen Schwefelsäure an Bord gesunken. Die 23 Besatzungsmitglieder des unter maltesischer Flagge fahrenden Tankers seien von anderen Schiffen in der Gegend gerettet worden, teilte die französische Schifffahrtsbehörde mit. Die Unglücksursache sei noch unklar, die Wetterbedingungen seien für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich gewesen. Die Betreiberfirma Traschimar aus Monaco bestätigte den Untergang, allerdings sei die "Balu" in "schwerer" See gesunken, hieß es. Nach Angaben von Traschimar geht von der Ladung keine Gefahr für die Umwelt aus, da sich die Schwefelsäure im Wasser schnell auflöse.

Das spanische Hörfunk berichtete von einer großen Giftwolke, die dem Schiff entwichen sei. Ein zur Unglücksstelle geschicktes Flugzeug der französischen Behörden konnte jedoch keine Verschmutzung feststellen.

Der 5 795 Bruttoregistertonnen-Tanker war am Vormittag etwa 200 Kilometer nördlich des spanischen Hafens La Coruna untergegangen. Der südkoreanische Kapitän und die aus Kroaten und Philippinern bestehende Besatzung sei von zwei vorbeifahrenden Schiffen geborgen worden, teilte Traschimar mit. Alle Besatzungsmitglieder seien wohlauf. Die See ist an der Unglücksstelle etwa 4 800 Meter tief.

Nach Angaben des britischen Versicherers Lloyd's in London kam die "Balu" aus Dänemark. Sie habe den im Süden Spaniens liegenden Hafen Huelva angesteuert, so Traschimar. Der von der Europäischen Union (EU) geführten Datenbank Equasis zufolge, wurde die "Balu" im Dezember vergangenen Jahres in Italien gestoppt, weil Teile der Notfall-Ausrüstung mangelhaft war. In der Equasis-Datei wird als Eigner der "Balu" die Firma Dundee Shipping and Trading angegeben.

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